Autoversicherung – Typklassen vergleichen und vor dem Autokauf sparen

Autoversicherung Typklassen
© Monkey Business – Fotolia.com
Haftpflichtversicherung sowie eventuell Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung machen keinen kleinen Teil der Kosten für das Autofahren aus. Schon bei der Pkw-Wahl kann man hier einen wichtigen Grundstein zum Sparen legen.

Die Höhe der Versicherungsprämie ist von mehreren Faktoren abhängig. Einer davon ist die Zuordnung der Typklasse, die für jedes Pkw-Modell eigens vorgenommen wird. Je nachdem in welcher Klasse ein Automodell eingestuft wird, sind die Versicherungsbeiträge höher oder niedrig. Einmal pro Jahr, immer zum 1. Oktober, werden alle Kraftfahrzeuge einheitlich erfasst und nach ihrer Schadenshäufigkeit und den verursachten Kosten für die Versicherungen bewertet. Anhand der Typklassen-Klassifizierung werden dann die Jahresbeiträge für die Versicherten errechnet.

Autoversicherung – Faktoren für die Kosten

Die Kosten für die Kfz-Versicherung hängen also nicht nur ab vom Alter des Fahrers, von seiner persönlichen Schadensbilanz oder der durchschnittlichen Kilometeranzahl, die man pro Jahr mit dem Pkw zurücklegt. Auch ob andere Autofahrer des gewählten Autotyps häufig in Unfälle verwickelt sind und ob dabei viele teure Schadensfälle für die Versicherungen entstehen, ist für die Prämien-Einstufung von Belang. Dabei muss nicht automatisch gelten, dass Autos mit vielen Pferdestärken oder besonders teure Wagen grundsätzlich höher eingestuft sind. Auch Kleinwagen, die zum Beispiel oft von Fahranfängern gekauft werden, können in der Unfallbilanz schlecht dastehen.

Versicherungsbeiträge sparen durch gezielte Pkw-Modellwahl

Wer sich schon vor dem Kauf eines Pkws darüber informiert, in welcher Typklasse sich ein Automodell aktuell befindet, kann also auch schon ungefähr abschätzen, ob die Versicherung eher hoch oder eher günstiger liegen wird. Wenn sich für das gewünschte Modell herausstellt, dass eine besonders hohe Einstufung vorgenommen wurde, kann man sich dann vielleicht nach einem ähnlichen Wagen umsehen, der besser abgeschnitten hat. Schon eine Klasse weiter unten macht einen Unterschied von 50 oder 100 Euro aus. Ein gezielter Wagenkauf kann sich auf Dauer also deutlich im Portemonnaie bemerkbar machen.


Verzeichnis der Einstufungen unter Typklassen.de

In welcher Klasse welches Auto eingeteilt wurde, kann man direkt im Internet unter der Webadresse www.typklassen.de einsehen. Dort steht sowohl eine Suche nach Herstellern und Modellbezeichnungen zur Verfügung, als auch eine Suche nach den im Fahrzeugschein aufgeführten Schlüsselzahlen eines Pkw. Bei der Suche nach Namen und Autoherstellern gibt es auch die Möglichkeit, weitere Eingrenzungen nach Hubraum oder Leistung vorzunehmen. Auch  nach Automodellen aus einer bestimmten Typklassengruppe kann hier gesucht werden. Wer möchte, kann sich also beispielsweise anzeigen lassen, welche Automodelle eines bestimmten Herstellers in einer der niedrigsten Typklassen eingeordnet sind.

Je niedriger die Typklasse, umso besser

Die Typklassen in der Kfz-Haftpflicht reichen von Klasse 10 bis Klasse 25. Klasse 10 stellt dabei die günstigste Einstufung dar, Klasse 25 ist die teuerste. Wer ein Auto etwa in der Klasse 12 bis 14 fährt, kann sich also eher über eine moderate Basisprämie in der Haftpflichtversicherung freuen. In der Teilkasko- und der Vollkaskoversicherung geht die Einteilung von Klasse 10 bis Klasse 40. Die Typenklassifizierung gilt für alle Versicherungsunternehmen einheitlich. Wie die Tarifstruktur bei einer Versicherungsgesellschaft im Einzelnen aussieht, kann dann allerdings wieder variieren. Unabhängig von der Typen-Einstufung spielen außerdem dann auch weiterhin andere Merkmale wie Alter, Wohnort oder jährliche Fahrleistung eine Rolle für den Versicherungsbeitrag.>

Versicherungskosten gezielt niedrig halten

Trotzdem gilt, dass durch die Wahl des Autotyps ein wichtiger Grundstein gelegt wird für die späteren Versicherungskosten. Zwar kann prinzipiell jedes Jahr eine neue Klassifizierung stattfinden, gößere Sprünge sind aber nicht die Regel. (Übrigens beruht die Einstufung in den Kaskoversicherungen bei Versicherungsverträgen von vor 2003 noch auf einem anderen System. Bei einem neuen Versicherungsabschluss kann sich also auch aus diesem Grund eine Veränderung ergeben.) Generell gilt, dass man durch etwas Vorausplanung beim Autokauf und bei der Modellwahl die Versicherungsgebühren nachhaltig beeinflussen kann.

Fazit
Wenn Sie sich vor dem Autokauf auf www.typklassen.de informieren, in welchen Kategorien welches Kraftfahrzeug rangiert, können sie gezielt ein Auto aussuchen, das in der Autoversicherung weniger kostet. Drei- bis vierstellige Beträge können Sie so auf Dauer sparen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*