Biomasseheizung – Förderung beantragen und Kosten sparen

Wenn Sie Ihre Heizung mit Biomasse betreiben, können Sie dafür Fördermittel vom Staat erhalten.
Für den Einsatz von Pelletkesseln bis zu Holzhackschnitzelanlagen werden kräftige Geldspritzen vergeben, bis zu mehreren tausend Euro. Durch die Kombination verschiedener Zuschüsse können so ganz stattliche Beträge zusammenkommen.

Für die verschiedenen Heizungsanlagen sind Fördergelder von 500 bis 2.500 Euro möglich, wenn es sich um einen Altbau handelt. Bei einem Neubau liegen die Fördersummen bei 375 bis 1875 Euro. Hinzukommen Beiträge aus weiteren Bonus- und Innovationsprogrammen. Welche Fördermittel für die einzelnen Heizungsarten von Pelletöfen bis zum Scheitholzvergaserkessel  beantragt werden können, zeigen wir Ihnen hier in einer Übersicht.

Bis zu 2.500 Euro Zuschuss in der Basisförderung

Zunächst ist die Basisförderung zu nennen, bei der die Heizungsanlagen je nach Kilowatt Wärmeleistung bezuschusst werden, und zwar je kW mit 36 €. Als Mindestförderung sind folgende Werte festgelegt, wie sie sich auch aus der nachstehenden Tabelle ergeben. Ein luftgeführter Pelletofen wird mit mindestens 500 Euro unterstützt, ein Scheitholzvergaserkessel mit 1125 Euro. Für eine Holzhackschnitzelanlage werden 1000 Euro vom Staat dazu bezahlt. Die Fördergelder beim Neubau liegen dabei jeweils um 25 Prozent unter den Beträgen der Altbauförderung.
Als Mindestförderungen ergeben sich entsprechend:

  Altbau Neubau
Pelletofen, versch. Bauarten 500 bis 1000 € 375 bis 750 €
Holzhackschnitzelanlage 1000 € 750 €
Scheitholzvergaserkessel 1125 € 843 €
Pelletkessel, versch. Bauarten 2000 bis 2500 € 1500 bis 1875 €
Fördergelder Biomasseheizungen
(alle Angaben ohne Gewähr)

Bei den Pelletkesseln sind Heizungsanlagen mit oder ohne Pufferspeicher zu unterscheiden. Hier ist eine Förderung von 2000 bis 2500 Euro möglich. Auch bei den Pelletöfen gibt es Differenzen zwischen luftgeführten Pelletöfen oder Pelletöfen mit Wassertasche. Über alle Einzelheiten der Förderung orientiert das Internetangebot der BafA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), das für die Durchführung der Förderprogramme zuständig ist. Hier können Sie sich auch über mögliche Änderungen und Aktualisierungen informieren, da die Fördermaßnahmen jeweils in kurzfristigeren Abständen ergänzt oder geändert werden können.

Zusätzliche Bonusförderungen für Biomasseheizungen

Neben dieser Basisförderung gibt es die genannten Bonusförderungen, so zum Beispiel einen Kombinationsbonus, der beim gleichzeitigen Einbau einer thermischen Solaranlage gewährt wird und 750 Euro beträgt. Diese Förderung gilt für alle aufgeführten Heizungsarten in gleicher Weise. Außerdem kann ein zusätzlicher Effizienzbonus bewilligt werden, wenn die Wärmedämmung bzw. der Energiebedarf des Hauses bestimmte Energie-Standards erfüllt. Dieser Effizienzbonus wird in zwei Stufen vergeben und erhöht die Fördersumme auf das 1,5-fache oder das 2-fache der Basisförderung. Des Weiteren gibt es einen Umwälzpumpenbonus von 200 Euro beim Einbau einer besonders effizienten Umwälzpumpe. Nicht zuletzt besteht im Rahmen der Innovationsförderung eine Unterstützungsmöglichkeit von 500 Euro für Maßnahmen, die zum Beispiel eine Erhöhung der Wärmegewinnung aus den Abgasen der Anlage zur Folge haben. Die Antragsstellung für Privathaushalte muss jeweils innerhalb von 6 Monaten nach Inbetriebnahme der Anlage erfolgen.


Viele Kombinationsmöglichkeiten

Die Förderungen können (bis auf Kombinationsbonus und Effizienzbonus gleichzeitig) frei miteinander kombiniert werden. Auch eine Verbindung mit den KfW-Programmen „Energieeffizient Sanieren“ und „Energieeffizient Bauen“ ist grundsätzlich möglich. Einzelheiten zu dieser Förderung finden Sie auf den Internetseiten direkt bei der KfW-Förderbank. Am besten, Sie lassen sich von Ihrem Heizungsbauer oder bei einer Beratungsstelle etwa der Verbraucherzentralen eingehend beraten. So können Sie auch in Erfahrung bringen, welche der möglichen Heizungsarten in Ihrem Fall am ehesten in Frage kommt. Denn bei den konkreten Heiztechniken gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten. Zudem ist das Angebot an Biomasseheizungen ständig in Entwicklung, so dass man als Laie leicht den Überblick verliert. Und den Einbau einer Heizung macht man ja auch nicht alle Tage. Ein Beratungsgespräch kann daher nicht schaden.

Fazit

Der Einsatz von Biomasseheizungen wird derzeit von staatlicher Seite umfangreich gefördert. Für einen Umstieg auf die Pellet-, Scheitholz- oder Holzhackschnitzelheizungen ist daher jetzt eine günstige Gelegenheit. Auch beim Neubau ist die neue Heiztechnik eine Überlegung wert.

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