Arbeitslosenzahlen steigen wieder

Die Wirtschaftskrise hat nun den eigentlich recht robusten deutschen Arbeitsmarkt erfasst, denn die Zahl der Arbeitslosen ist im Dezember 2008 um 114.000 Menschen auf 3,01 Millionen gestiegen. Der jahrelange Job-Boom der durch den rund drei Jahre langen Aufschwung ausgelöst worden war hat mit diesen Daten nun wohl leider sein Ende gefunden.

Die Arbeitslosenquote belief sich auf 7,4 Prozent. Das entspricht einem Anstieg von 0,3 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr. Bei den Arbeitslosenzahlen im Jahresdurchschnitt gibt es aber positives zu berichten: Denn diese ergaben 3,26 Millionen Arbeitslose und das sind 508.000 weniger als zwölf Monate zuvor, wie Focus Online berichtet.

Die Kurzarbeit hat sich im Dezember auf 300.000 Arbeitnehmer verzweifacht und die Bundesagentur für Arbeit (BA) plant dafür Ausgaben von rund 300 Millionen Euro. Das Geld wird aber, laut BA-Chef Frank-Jürgen Weise, offenbar nicht reichen und daher auf 1 Milliarde Euro steigen. Die Arbeitsagentur zahlt 60 Prozent des Nettolohns bei Kurzarbeit und dies bis zu 18 Monate lang. Es bleibt zu hoffen dass die Wirtschaft sich in den nächsten zwei bis drei Jahren von der Rezession erholt und das zweite Konjunkturpakt der schwarz-roten Bundesregierung die Bürger finanziell entlastet.

Zur Zeit kassiert der Staat je nach Einkommen und aufgrund der kalten Progression bis zu 52 Prozent des Bruttoeinkommens. Für uns eine bestehende Ungerechtigkeit im komplizierten deutschen Steuersystem.

Im weltweiten Vergleich ist Deutschlands Steuersystem am wenigsten zu verstehen, da es hunderte Ausnahmen, Verordnungen und Regelungen gibt. Die nächste Bundesregierung wird hoffentlich das ungerechte Steuersystem vereinfachen, damit den arbeitenden Bürgern endlich mehr Netto vom Brutto bleibt.


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