Bäcker wegen Brotaufstrich gekündigt

In Bergkamen haben zwei Bäcker ihren Job wegen des vermeintlichen Diebstahls eines Brotaufstrichs verloren. Die beiden sollen Brötchen mit Brotbelag aus dem Bestand der Bäckerei bestrichen haben. Sie wurden nach diesem Vorfall im Frühsommer vergangenen Jahres fristlos entlassen. Bei der Bäckerei handelte es sich um die Filiale einer Bäckereikette.

Das Dortmunder Arbeitsgericht befasst sich gestern nun mit dem merkwürdigen kleinen Diebstahl. Denn eine gütliche Einigung zwischen den gekündigten Bäckern und ihrem Arbeitgeber war gescheitert.

Vor rund zwei Wochen hatte ein Berliner Gericht die Kündigung einer Angestellten des Einzelhandelskonzerns Lidl bestätigt, wo sie zwei Pfandbons im Wert von 1,30 Euro ohne Erlaubnis der Geschäftsleitung eingelöst hatte. Die Kündigung hatte einen Sturm der Entrüstung in den Medien, Politik und bei Gewerkschaften ausgelöst.

Die heutige Arbeitswelt hat sich gegenüber vor zehn Jahren stark verändert und ist deutlich rauer geworden. Selbst bei kleinsten Verstößen können Arbeitnehmer entlassen werden. Das Arbeitsklima dürfte in zahlreichen Unternehmen nicht nur wegen der Wirtschaftskrise sehr angespannt und kühl sein, wenn sehr strenge Regeln bestehen sollten.


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