Bürger sind sparsamer als sonst

Die beginnende Rezession in Deutschland hinterlässt erste Spuren. Es wird weniger ins Restaurant gegangen, das aktuelle Auto weiter gefahren und auf einen hochpreisigen Urlaub verzichtet.

Nach einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, in deren Rahmen insgesamt 3000 Verbraucher befragt wurden, stellte sich heraus, dass die Bürger wegen der Wirtschaftskrise ihr Geld zusammenhalten, statt es für den Konsum auszugeben. Von den Befragten wollen 47 Prozent eine geplante teure Anschaffung, wie zum Beispiel den Kauf einer neuen Küche, auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Auf einen Restaurantbesuch verzichten 30 Prozent der Verbraucher oder sparen bei den Urlaubsausgaben.

Die Discounter und Schnäppchenläden, wie etwa Aldi oder KIK, profitieren von der aufziehenden Rezession. Die Bürger schauen recht düster in das Jahr 2009, denn 61 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der Wirtschaftslage. Den eigenen Arbeitsplatz stufen nur noch 48 Prozent als sehr sicher ein. Die größte Angst vor einen möglichen Jobverlust haben Geringverdiener, Singles und kinderlose Paare. Jeder dritte Arbeitnehmer, der weniger als 25.000 Euro pro Jahr verdient, fürchtet gekündigt zu werden. Bei Personen, die ein Jahreseinkommen von über 50.000 Euro haben, hat nur jeder 13. Arbeitnehmer gewisse Ängste, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Aufgrund einer länger anhaltenden Rezession gehen 45 Prozent der Verbraucher verstärkt zu Discountern, um Geld zu sparen.

Obwohl die Sorgen groß sind, möchten 50 Prozent der Befragten nicht darauf verzichten sich ab und an mal Luxus zu gönnen. Die Energie- und Spritpreise sind in den vergangenen Wochen gefallen. Das bedeutet mehr Geld für uns Bürger.

Das Marktforschungsunternehmen GfK hat aufgrund der gefallenen Preise eine gestiegene Kauflaune festgestellt.

Sein eigenes privates Konjunkturprogramm kann Jedermann/frau selbst starten, indem die Einnahmen und Ausgaben verglichen werden. Bei den Ausgaben sollten unnötige Posten gestrichen und die Einnahmen etwa durch Aufnahme eines Minijobs, einer nebenberuflichen Selbstständigkeit oder einer ehrenamtlichen Mitarbeit in einem Sportverein erhöht werden.


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