Bundesagentur rechnet mit mehr Arbeitslosen
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise im aktuellen Jahr mit einer höheren Arbeitslosenzahl als die Bundesregierung. Nach internen Szenarien erwartet das behördeneigene Forschungsinstitut IAB an den offiziellen Zahlen nun Zweifel an, wie die “Frankfurter Rundschau” berichtet.
Die Arbeitslosenzahlen sollen der Prognose der Bundesregierung nach bis Dezember 2009 auf 3,6 Millionen Arbeitslose steigen. Laut IAB-Chef Joachim Möller wären die Schätzungen bezogen auf die Zahl der Arbeitslosen nur unter günstigen Bedingungen zu erreichen. Er rechnet mit einem maximalen Verlust von 1 Million sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen.
Im Jahresdurchschnitt dürfte sich Möllers Einschätzungen zufolge der Jobverlust auf 500.000 Arbeitsstellen belaufen. Im Gegensatz zum IAB geht die Bundesregierung allerdings von rund 250.000 Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt aus.
Die Wirtschafts-, und Finanzkrise hat Deutschland erreicht und in eine Rezession geführt. Das Minuswachstum wird einigen Wirtschaftsexperten zufolge bei bis zu minus 3 Prozent liegen. Das zweite Konjunkturpaket wurde vor wenigen Tagen von der Bundesregierung verabschiedet aber von der FDP blockiert. Die FDP fordert bürgerfreundliche Nachbesserungen wie etwa die Abschaffung des Solidaritätsbeitrags und die Einkommenssteuer sollte rückwirkend zum 01.01.2009 und nicht erst im Januar 2010 gesenkt werden.
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