Dumpinglöhne bei Schlecker
Die Discounterkette Schlecker hat für einen Aufschrei der Empörung gesorgt und zwar wegen ihres Lohndumpings mit Unterstützung der Zeitarbeit. Laut NRW-Arbeitsminister Karl Josef Laumann (CDU) soll der Konzern eine systematische Tarifflucht betreiben, was zu einer Schieflage im soziale Gefüge führen könnte, berichtete die “Süddeutsche Zeitung” in ihrer Montagsausgabe.
Nach dem Zeitungsbericht werden AS-Filialen geschlossen und dafür XL-Märkte eröffnet. Die Mitarbeiter würden laut der Gewerkschaft Ver.di dort nur 50 Prozent wie in den AS-Filialen verdienen, weil sie als Leiharbeiter unter Vertrag stehen.
Die Zeitarbeit dient eigentlich nur dazu um Auftragsspitzen abzufedern oder Vertretungen einzustellen falls Mitarbeiter krank oder im Urlaub sind. Jedoch sollte sie nicht so zum Einsatz kommen, dass sie die Stammbelegschaft ersetzt.
Die Personalpolitik Schleckers lehnt der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) ab und meint es würde dem Ansehen der Zeitarbeitsbranche schaden.
Die Zeitarbeitsfirma Meniar verleiht Mitarbeiterinnen an die Discounterkette und zahlt 6,50 Euro bis 7,00 Euro pro Stunde. Die Leiharbeiter haben weniger Urlaubstage, erhalten kein Urlaubsgeld bzw. Weihnachtsgeld. Ein Ex-Manager von Schlecker leitet Meniar.
Wie Ver.di berichtet sind 4.000 Leiharbeiter an Schlecker vermittelt worden.
(via: Focus)
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