Ein paar Gedanken zur Abwrackprämie
Die Bundesregierung hat sich dazu entschlossen der heimischen, durch die Wirtschaftskrise schwer getroffenen, Autoindustrie mit 5 Milliarden Euro unter die Arme zu greifen. Das Subventionsvolumen der Abwrackprämie wurde von 1,5 auf 5 Milliarden Euro erhöht. Das bedeutet, dass die eh schon stark gebeutelten Steuerzahler dieses Wahlgeschenk bezahlen müssen.
Die deutschen Autokonzerne haben einen starken Einfluss auf die Politik, aufgrund ihrer erfolgreichen Lobbyarbeit. Dabei gibt es so viele andere Möglichkeiten für die man 3,5 Milliarden Euro ausgeben könnte. Jeder Bürger könnte einen Scheck von 43,75 Euro erhalten, die Sozialabgaben könnten gesenkt oder das Kindergeld erhöht werden.
Eine Senkung der hohen Sozialabgaben hätte einen positiven Effekt auf die Binnenwirtschaft weil davon besonders die Geringverdiener profitieren würden.
Bei den Bürgern kommt die Umweltprämie sehr gut an und wird bei der Bundestagswahl im September eventuell für einen Run auf die Wahllokale sorgen.
Die Politiker erkaufen sich die Wählerstimmen aber auf Kosten der nachfolgenden Generationen, denn sie müssen die Schulden abbauen und zwar durch höhere Steuern.
Die Staatsschulden belaufen sich derzeit auf rund 1,55 Billionen Euro und jeder Bundesbürger vom Baby bis zum Rentner ist rein rechnerisch, nach der Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler, mit 18.922 Euro verschuldet. Allein die Zinsen für die Anhebung der Abwrackprämie beläuft sich nach Angaben des Steuerzahlerbundes auf 200 Millionen Euro.
Der Sinn und Unsinn von Subventionen und dies ist die Umweltprämie, sollte eigentlich immer vor einer Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes bedacht werden. Die Politiker denken in Wahlzeiten allerdings wenig nach und verschwendet lieber Milliarden Steuergelder statt das Geld sinnvoll und nicht einseitig sondern klug auszugeben.
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