Elektronische Gesundheitskarte wird eingeführt
Die umstrittene elektronische Gesundheitskarte wird nach langen teuren Verzögerungen im Oktober eingeführt. Das Prestigeprojekt der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ist erheblich in die Kritik geraten, da man seinen Versicherungsschutz verliert wenn die Karte kein Foto aufweisen sollte.
Die Krankenkassen werden nach den Sommerferien eine wichtige Mitteilung an ihre Versicherten verschicken. Die Versicherten werden in dem Schreiben aufgefordert ihrer Krankenkasse ein aktuelles Foto von sich vorzulegen. Wenn das Bild nicht vorgelegt wird kann die Gesundheitskarte nicht herausgegeben werden, wodurch der Versicherungsschutz verloren geht.
Die Beitragszahler haben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums die Pflicht die Gesundheitskarte vor einer medizinischen Behandlung dem Arzt zu zeigen. Die FDP hatte eine entsprechende Anfrage an das Ministerium gestellt und zeigt sich entsetzt. Laut FDP-Gesundheitsexperte Daniel Bahr möchte das Bundesgesundheitsministerium trotz Kritik seitens der Ärzte und Patientenvertretern das Milliardenprojekt durchziehen.
Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wird sich nach Berechnungen der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton auf 5,2 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren belaufen. In der Region Nordrhein sollen die ersten Gesundheitskarten ausgegeben werden. Bereits seit einigen Monaten werden die entsprechenden Kartenlesegeräte sowohl in Arztpraxen als auch Krankenhäusern eingerichtet.
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