FDP gibt Vorschlag für neues Steuersystem bekannt

Der Bundestagswahlkampf hat begonnen und im September diesen Jahres können die Bürger ihre neue Bundesregierung wählen. Am vergangenen Sonntag, auf dem Bundesparteitag in Hannover, forderte die FDP weniger Staat und geringere Steuern. Vor vier Jahren hatten die Liberalen die gleichen Forderungen gestellt aber waren knapp gescheitert.

Das Steuerkonzept der Partei sieht ein Dreistufen-Modell mit einem Steuersatz von 10, 25 und 35 Prozent vor. Den Eingangssteuersatz von 10 Prozent müssen alle zahlen die ein Jahreseinkommen von bis zu 20.000 Euro haben, 25 Prozent sind es bis 50.000 Euro und 35 Prozent sind für darüber liegende Einkommen zu zahlen.

In einem ersten Schritt einer umfassenden Steuerreform soll der steuerfreie Grundfreibetrag auf 8.004 Euro angehoben werden und zwar sowohl für jeden Erwachsenen als auch Kind. Eine Familie mit zwei Kinden müsste demnach erst Steuern zahlen wenn das Jahreseinkommen sich auf 40.700 Euro beläuft.

Die Bürger und Unternehmen sollen durch das dreistufige Steuersystem um über 35 Milliarden Euro entlastet werden. Die Steuerpläne der FDP nennt Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) grotesk aber Geld ist eigentlich da denn die Bundesregierung hat allein für die zwei Konjunkturpakete bislang mehr als 50 Milliarden Euro ausgegeben. Eine Finanzierung wäre somit leicht zu bewerkstelligen und bei jährlichen Staatseinnahmen von 500 bis 600 Milliarden Euro sollte eine umfassende Steuerreform möglich sein.

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