Hertie – Ende der Kaufhauskette besiegelt

Die Kaufhauskette Hertie hatte bereits die Insolvenz angemeldet und befindet sich nun in den letzten Zügen. Vor kurzem haben schon 22 der 51 Filialen ihre Türen vorerst für immer geschlossen und bis Mitte August werden die übrigen 29 Kaufhäuser folgen.

Von dem Ende des traditionsreichen Unternehmens sind rund 2.600 Mitarbeiter betroffen und erhalten keine Abfindung oder ähnliche Ausgleichszahlungen.

Eine Rettung wurde versucht aber der Eigentümer von Hertie hat sich bei den Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter hart gezeigt. Der britische Finanzinvestor Dawnay Day hatte den Konzern im Sommer 2007 übernommen und gleich die Mieten erhöht. Die finanzielle Belastung führte die Kaufhäuser in die Verlustzone, da sich die Miete auf bis zu 20 Prozent des monatlichen Umsatzes belief während im Einzelhandel eher 5 Prozent üblich sind.

Die Folgen für die Innenstädte, wo sich meist die Hertie-Kaufhäuser befinden sind dramatisch. Denn sie waren ein großer Anziehungspunkt und als Folge aus der Schließung dürften die umliegenden Geschäfte ebenfalls aufgeben. In Detmold hat sich das Bild der Innenstadt stark verändert, neben Hertie hat McDonalds seine Filiale geschlossen und es geben immer mehr Geschäfte auf.


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