Krankenkassen erheben Zusatzbeiträge
Die Krankenkassen haben Geldprobleme und diese müssen nun die Versicherten in Form von Zusatzbeiträgen ausbaden. Die DAK, die BKK Westfalen-Lippe und weitere sechs Krankenkassen wollen einen Zusatzbeitrag von mindestens 8 Euro pro Mitglied und Monat erheben.
Die Zusatzbeiträge sollen dass erwartete Defizit von 4 Milliarden Euro ausgleichen oder abfedern. Laut Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner machen es sich die Kassen aber zu einfach, wenn man sich bei Kostensteigerungen gleich an die Versicherten wendet. Stattdessen sollten die Krankenkassen endlich anfangen ihre Ausgabenposten eingehend zu kontrollieren.
Die Steuerzahler beteiligen sich bereits mit 16 Milliarden Euro pro Jahr an den Krankenkassen zusätzlich zu den Krankenkassenbeiträgen. Die Ärzte, Kliniken und Pharmaindustrie sei nun in der Pflicht dabei zu helfen die Kosten zu senken. Von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) erwartet sie eine überzeugende Strategie zur Kostensenkung im Gesundheitssystem. Die Ausgaben könnten leicht gesenkt werden indem das mächtige Monopol der Apotheken aufgehoben und der Verkauf von Medikamenten im Einzelhandel erlaubt wird.
Die Medikamentenpreise sind in Deutschland gegenüber anderen europäischen Ländern sehr hoch und dafür verantwortlich ist der fehlende Wettbewerb. Der Gesundheitsfonds hat den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen aufgehoben und hat zu einer rapiden Ausgabensteigerung geführt. Der umstrittene Finanzausgleich Morbi-RSA sollte abgeschafft werden, denn er entzieht den wirtschaftlich gut arbeitenden Krankenkassen die Finanzmittel. Das Geld der Versicherten sollte bei der jeweiligen Krankenkasse bleiben und nicht in einen milliardenschweren Umverteilungstopf wie den unsinnigen Gesundheitsfonds und Morbi-RSA eingezahlt werden.
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- Steigende Kosten
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