Krankenkassen erwirtschaften Milliardenüberschuss
Die Krankenkassen haben im vergangenen Jahr einen Überschuss von über 1 Milliarde Euro erwirtschaftet und müssen dadurch vorerst keine Zusatzbeiträge erheben. Das Geld bleibt bei den Krankenkassen und wird nicht in den Gesundheitsfonds überwiesen. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) können mit ihren rund 24 Millionen Versicherten auf ein Plus von 811 Millionen Euro verweisen und ist nach wie vor aufgrund seiner Mitgliederstruktur der größte Profiteur des Gesundheitsfonds. Die Barmer, DAK und TKK hatten einen Gewinn von rund 571 Millionen Euro erzielt und zählen etwa 20 Millionen Versicherte. Die Innungskrankenkassen verbuchten allerdings überraschend einen Verlust von 100 Millionen Euro.
Die Betriebskrankenkassen werden ihre Zahlen für das Jahr 2008 in Kürze vorlegen. Im dritten Quartal hatten die Krankenkassen noch ein Minus von 1,49 Milliarden Euro eingefahren. Die Gesundheitsreform führte zu einer Reduzierung der Krankenkassen von 210 auf 200 Krankenversicherungen. Die Zuweisungen des Gesundheitsfonds belaufen sich auf 167 Milliarden Euro und sollten die Ausgaben der Kassen höher sein, so müssen sie von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag erheben obwohl besonders bei den Betriebskrankenkassen die Beiträge durch den einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent erheblich gestiegen sind.
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