Krankenkassen sollen nur noch Basisschutz bieten

Die Wissenschaftler des Kieler Fritz Beske Instituts für Gesundheits-System-Forschung fordern ein radikales Umdenken im deutschen Gesundheitssystem. Sie fordern für die Versicherten der Krankenkassen nur noch einen Basisschutz. Die Krankenkassen sollen nur noch eine Grundversorgung sicherstellen während Zusatzleistungen von den Patienten selbst zu zahlen seien.

Zur Zeit sei das aktuelle Gesundheitssystem mit seinen Zuzahlungen, der Praxisgebühr, sowie Arznei- und Krankenhauszahlungen nahezu unüberschau. Bei einer Umsetzung würde eine Trennung zwischen Grundleistungen und Zusatzleistungen eingeführt werden.

Die Kassenpatienten müssten somit eine höhere Eigenbeteiligung als bisher leisten. Die Kassen würden nach den Vorstellungen der Experten nur noch einen Festzuschuss zahlen und alle Leistungen welche die Grundversorgung nicht abdeckt, müssten vom Versicherten selbst bezahlt werden. Der einzelne Verbraucher legt die Zusatzleistungen und deren Höhe nach eigenen Wünschen fest. Die chronisch Kranken sollten wie alle anderen Kassenmitglieder auch zwei statt ein Prozent ihres Jahreseinkommens für Zuzahlungen ausgeben. Von dieser höheren Zuzahlung wären über 6,3 Millionen Personen betroffen.

Die Selbstbeteiligung beim Kauf von Medikamenten in einer Apotheke sollte laut den Wissenschaftlern auf 20 Euro verdoppelt werden. Die Praxisgebühr soll bestehen bleiben und ab dem vierten Arztbesuch in einem Quartal kassiert werden.

Via: Focus.de

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