Rentenbeiträge bleiben stabil – Linke fordern 80 Prozent Steuer
Die Rentenbeiträge werden, nach Angaben des Schätzerkreises der Rentenversicherung, in den kommenden Jahren stabil bleiben. In den kommen drei Jahren soll der Beitrag bei 19,9 Prozent bleiben und zugleich sinkt der Rentenwert auf 0,58 Prozent nach 2,75 Prozent. Der Schätzerkreise erwartet in den nächsten drei Jahren steigende Einnahmen und Ausgaben bei der Rentenversicherung.
Diese Zahlen sind das Ergebnis einer Kleinen Anfrage der FDP an die Bundesregierung. Im Jahre 2009 werden sich die Gesamteinnahmen auf 242 Milliarden Euro belaufen und zwei Jahre später bei 255 Milliarden Euro liegen. Die Gesamtausgaben klettern in den Jahren 2009 bis 2011 um 11 Milliarden Euro auf 250 Milliarden Euro. Laut den Zahlen sollen sich die Rentenausgaben im Jahre 2011 auf 216 Milliarden Euro belaufen. Jeder Arbeitnehmer ist in der Gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert und muss monatlich je nach Einkommen mindestens 78 Euro an die Rentenkasse zahlen. Die junge Generation wird im Rentenalter nur noch einen Bruchteil der eingezahlten Beiträge als Rente ausgezahlt bekommen.
Auf der Steuerseite gibt es eine Forderung von Oskar Lafontaine (Die Linke) und zwar eine erdrückende Steuer von 80 Prozent ab 600.000 Euro Jahreseinkommen. Dies sagte der Parteichef der “Passauer Neuen Presse” und steht mit dieser Forderung allein da. Denn bei Einführung einer solchen Steuer würden die betroffenen Arbeitnehmer, Freiberufler oder Unternehmer die auf einen solchen Jahresverdienst kommen fluchtartig das Land verlassen. Wer würde dem Staat schon gerne 80 Prozent seines Einkommens geben wollen?
Außerdem sollte nach Auffassung Lafontaines eine Börsenumsatzsteuer von 1 Prozent eingeführt werden. Im Jahre 2007 hätte Deutschland damit nach seiner Rechnung dann 70 Milliarden Euro mehr eingenommen. Die Steuer-, und Abgabenlast ist in Deutschland schon hoch genug und von daher sind solche weitestgehend unrealistischen Forderungen eher unangebracht.
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