So erfolgreich waren Ich AG und Überbrückungsgeld
Die Bundesregierung hatte die Ich AG und das Überbrückungsgeld abgeschafft aber dies ist, nach einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), ein Fehler gewesen. Denn beide Förderinstrumente waren erfolgreich und verschafften Arbeitslosen zu einer Existenzgründung.
In den Jahren 2003 bis Mitte 2006 wurden rund 1 Million Firmen mit Unterstützung der Ich AG und des Überbrückungsgeldes gegründet. Rund fünf Jahre nach der Gründung seien noch zirka 66 Prozent der gegründeten Firmen am Markt. Zwanzig Prozent der Geförderten sei es gelungen einen sozialversicherungspflichtigen Job zu erhalten. Die geförderten Selbstständigen hätten außerdem eine halbe Million Arbeitsplätze geschaffen.
Im Sommer 2006 wurde die Ich AG und das Überbrückungsgeld abgeschafft aber dafür im Gegenzug der Gründungszuschuss eingeführt. Die Kosten sind nach der Studie der Wissenschaftler der IAB nicht niedriger als für die zwei erfolgreichen Fördermittel. Wer einen Ich AG-Zuschuss beantragte musste einen Antrag bei der Arbeitsagentur stellen und mit einem Brief untermauern, dass er langfristig mit seiner Selbstständigkeit eigenes Einkommen erwirtschaften kann. Die Förderung war auf drei Jahre begrenzt wobei man im ersten Jahr einen Zuschuss von 600 Euro erhielt, 360 Euro im zweiten und 240 Euro im dritten Jahr. Der Gründer hat somit höchstens drei Jahre Zeit seine Firma auf eine solide Basis mit regelmäßigen und stabilen Einnahmen zu stellen.
Die Grüdnungen aus der Arbeitslosigkeit erfolgten besonders im Dienstleistungsbereich mit Hausmeisterdiensten, Schreibbüros, Putzdiensten oder IT-Dienstleistungen.
- Bookmark setzen
- Arbeit
- 130 views
