Staatsschulden könnten auf 2 Billionen Euro steigen
Nach einem Bericht des “Handelsblatt” könnten die Staatsschulden Deutschlands in den kommenden vier Jahren im schlimmsten Fall auf 2 Billionen Euro steigen. Der Bund, Länder und die Gemeinden müssen Schulden von 507 Milliarden Euro aufnehmen und bereits nächste Woche soll dieser gigantische Betrag durch den Finanzplanungsrat genehmigt werden.
In diesem Jahr belaufen sich die neuen Schulden auf 112 Milliarden Euro, zwölf Monate darauf dann 132 Milliarden Euro und dann schließlich 109 Milliarden Euro. In den zwei Jahren die dann folgen wird der Staat dann 85 bzw. 69 Milliarden Euro leihen müssen. Die Neuverschuldung liegt im kommenden Jahr bei 86 Milliarden Euro und ist die bislang höchste Kreditaufnahme in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Sollten die Staatsschulden tatsächlich bei 2 Billionen Euro liegen drohen Zinszahlungen von 80 Milliarden Euro pro Jahr, bezogen auf 4 Prozent Zinsen. Die junge Generation die zwischen 1980 und 2000 geboren wurde muss die Schuldenlast tragen.
Diese unerfreulichen Zahlen sind das Ergebnis einer aktuellen Studie der Berenberg Bank und des Hamburgischen Wirtschaftsinstituts (HWWI). Die Studienergebnissen wurden am Dienstag vorgestellt. Die Politik hat es nicht geschafft in den boomenden Jahren 2005 – 2008 entsprechende finanzielle Spielräume durch eine konsequente sparsame Haushaltsführung zu schaffen. Stattdessen sind die Ausgaben trotz Staatseinnahmen von über 500 Milliarden Euro immer weiter gestiegen.
Die Bürger wurden nur minimal entlastet und die unfaire kalte Progression im komplizierten Steuersystem unseres Landes hat die Lohn-, und Gehaltssteigerungen mehr oder weniger wie ein Schwamm aufgesogen. Die nächste Bundesregierung muss trotz neuer Rekordschulden sowohl die Bürger als auch Unternehmen endlich spürbar entlasten statt belasten. Es kann nicht sein dass der Staat bei manchen Einkommensgruppen zusammen mit den nahezu erdrückenden Sozialabgaben über 50 Prozent des Bruttoeinkommens kassiert. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland bei der Steuer-, und Abgabenbelastung einen der Spitzenplätze und dies sollte endlich geändert werden.
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Es geht bei den Staatsschulden doch nicht um die grossen Zahlen, sondern um das Privileg, Staatsanleihen kaufen zu duerfen, um dann Zinsen kassieren zu duerfen.
Es ist schon einigermassen komplex: die Hierarchie der Institutionen weltweit und die Mechanismen Zinsezins bei Schulden und Verzinsung…
Und ueberhaupt: dem Privileg, Geld zu “erfinden”, bar oder als Kredit (alias Schuld)…