Diese Energielabel sollten Sie kennen

Diese Energielabel sollten Sie kennen

Für viele Geräte ist die Kennzeichnung des Energieverbrauchs gesetzlich vorgeschrieben. Neben dem amtlichen EU-Label gibt es noch weitere Effizienzetiketten, die auf sparsame Produkte hinweisen. Wer auf die Energielabel achtet, kann schon beim Kauf für langfristige Energieeinsparungen sorgen.

EU Label

Seit 1998 ist für Kühlschränke, Waschmaschinen und Geschirrspüler die Auszeichnung mit dem EU-Energieetikett Pflicht. Auch Wäschetrockner, Elektro-Backöfen, Lampen oder Raumklimageräte müssen das EU-Label haben, aus dem der Energieverbrauch ersichtlich ist. So werden  Effizienzklassen von Klasse A für Geräte mit wenig Energieverbrauch bis Klasse G für Geräte mit hohem Energieverbrauch vergeben. Die Angaben zum günstigen Verbrauch beziehen sich dabei auf Vergleichswerte zu anderen Geräten vom gleichen Typ.

Über den absoluten Strom- oder Wasserverbrauch sagt es aber nichts Genaues aus. Weil die Grundeinteilung nach technischem Stand von 1994 erfolgt ist, sind noch weitere Unterklassen A+ und A++ dazugekommen, die eine noch höhere Effizienzklasse anzeigen. Das EU-Label bietet sich an, um den Verbrauch innerhalb einer Produktgruppe zu vergleichen. Damit man später bei den Strom- und Wasserkosten spart, ist beim Einkaufen ein Vergleich der EU-Etiketten nützlich.
Mehr auf www.eu-label.de.

Der blaue Engel

Das wahrscheinlich bekannteste Zeichen in Deutschland für umweltfreundliche Produkte
wird vom Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) vergeben. Mit dem Blauen Engel werden generell umweltschonende Geräte ausgezeichnet. Auch auf  Waschmaschinen, Kühlschränken, Notebooks oder Fernsehgeräten ist die Kennzeichnung zu finden, wenn sie z.B. recyclingfähige Materialien verwenden oder wenig Energie verbrauchen. Wofür die Auszeichnung jeweils vergeben wurde, steht direkt unten auf dem Label aufgedruckt: „Blauer Engel … weil energiesparend“. Die Standards des Labels gelten als qualitativ hochwertig. Wer darauf achtet, kann davon ausgehen, geprüfte Geräte mit niedrigem Verbrauch zu finden.
Mehr auf www.blauer-engel.de.


TCO Label

Das TCO-Label wird für PCs, Monitore, Drucker, Faxgeräte, Laptops und andere IT-Geräte vergeben. Neben Umweltverträglichkeit der verwendeten Materialien, Ergonomie und Recyclingfähigkeit kennzeichnet das TCO-Label auch einen geringen Energieverbrauch. Hinter dem TCO Development-Siegel steht die Schwedische Angestellten und Beamten Gewerkschaft, die auf diese Weise für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen sorgen will. Die Kriterien werden abgestimmt für die jeweilige Produktgruppe entworfen. Die Zahl auf dem Etikett (05, 03, 95) gibt dabei den Jahres-Standard an, auf die sich eine Kennzeichnung bezieht. Besonders bei Monitoren hat sich das TCO-Label zum Verkaufskriterium entwickelt.
Mehr auf www.tcodevelopment.de.

Energy Star

Ursprünglich eine Initiative der amerikanischen Umweltbehörde (EPA), findet das Energy Star Label für energiesparende Bürogeräte, Computer, Bildschirme und Drucker seit 2002 auch in der EU Verwendung. In Deutschland wird das Label durch die dena (Deutsche Energie-Agentur) koordiniert. Im Blickpunkt stehen dabei Grenzwerte für den Verbrauch elektrischer Geräte im Stand-by-modus. Bedingung für die Vergabe ist, dass die Geräte einen automatischen Ausschalt-, bzw. Energiespar-Mechanismus haben, der nach einer bestimmten Zeit den Strombetrieb herunterfährt

Die freiwillige Kennzeichnung hat eine breite Verwendung gefunden, kann aber nur teilweise als aussagekräftig gelten, weil die Minimalanforderungen im Durchschnitt nicht sehr hoch liegen.
Inwieweit man mit dem Energie Star Label Stromkosten spart, lässt sich daher nur schwer abschätzen. Für PCs und Laptops gab es allerdings kürzlich eine Verschärfung.

Lange Zeit wurde in Deutschland auch das GEEA/GED-Siegel (Gemeinschaft Energielabel Deutschland) vergeben. Das Label findet sich noch auf vielen Geräten, wird aber nach den neuerlichen Anpassungen bei Energy Star nicht mehr weitergeführt, um keine unnötige Label-Konkurrenz zu pflegen.
Mehr dazu auf www.eu-energystar.org/de/.

EU Umweltzeichen (Euroblume)

Das EU Eco Label gilt generell für umweltfreundliche Produkte, deren gesamte Umwelt- und Energie-Bilanz positiv ausfällt. Dabei wird der gesamte Produktzyklus von der Herstellung bis zur Entsorgung einbezogen. In Deutschland ist es bislang weniger bekannt. Das Gütesiegel in Form einer Blume wird von einer Jury der EU immer zeitlich limitiert vergeben, und muss dann erneuert werden. Auf Lampen bedeutet die Euroblume beispielsweise einen fünfmal geringeren Stromverbrauch. Auch auf PCs, TV-Geräten, Kühlschränken oder Geschirrspülern kann es einen niedrigen Verbrauch anzeigen und als Einkaufskriterium für sparsame Geräte herangezogen werden.
Mehr dazu auf http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Umweltzeichen.

Fazit

Ein Blick auf die Energielabel beim Einkauf lohnt sich. Mit einem so empfohlenen Gerät lassen sich Stromverbrauch und Energiekosten auf Dauer senken.

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Foto1: © www.blauer-engel.de