Energiekosten sparen beim Aquarium – So geht’s!

Energiekosten sparen beim Aquarium – So geht’s!

Wie Sie beim Aquarium Energiekosten sparen, zeigen unsere Maßnahmen für Heizung, Beleuchtung und Filteranlage. Kleine Tipps sofort umsetzbar.

Für einen Haushalt stellen die steigenden Strompreise einen ernst zu nehmenden Kostenpunkt dar. Wer dann noch ein energieaufwendiges Hobby, wie ein Aquarium, hat, rauft sich oftmals die Haare. Die größten Verbraucher beim Aquarium sind die Heizung, die Beleuchtung und die Filteranlagen. Aber keine Angst, Sie müssen ihr Hobby deswegen nicht aufgeben. Mit den folgenden Tipps können Sie auch beim Aquarium Energiekosten sparen, ohne, dass es darunter leidet.

Energiekosten sparen bei der Heizung

Wenn Sie nicht gerade ein Seewasseraquarium betreiben, so wird die Heizung beim Stromverbrauch wahrscheinlich am schwersten ins Gewicht fallen. Immerhin ist dieses Gerät rund um die Uhr gefordert. Abschalten ist also keine Option.

» Heizungsregler runter drehen

Allerdings gilt zu überlegen, ob Sie den Heizungsregler nicht etwas runterstellen können. Bei Tropenfischen zum Beispiel brauchen Sie nicht immer auf 28 ° C zu heizen. Auch in der Natur gibt es Temperaturschwankungen. Wahrscheinlich reichen hier sogar 24° C. Liegt Ihre Zimmertemperatur bei 20 °C, ist das immerhin ein Energiegewinn von 50 %. Als Fischliebhaber möchten Sie diese Möglichkeit aber natürlich nicht bis zur Untergrenze ausreizen.

» Vorhandene Wärme nutzen

Viel effektiver ist es auch, den Wärmeverlust einzudämmen. Wenn Sie es schlau anfangen, können Sie so den gleichen Effekt erzielen, wie bei einem Niedrigenergiehaus. Die Beleuchtung und andere technische Geräte strahlen auch im Aquarium einen nicht zu unterschätzenden Anteil an Wärme ab. Wenn Sie diese Heizenergie so eindämmen, dass so wenig, wie möglich verloren geht, brauchen Sie die Heizung kaum noch in Anspruch zu nehmen.


» Lüftungsschlitze teilweise abdichten

Dabei findet der Wärmeverlust hauptsächlich über die Verdunstung statt. Natürlich sollen Sie Ihr System auch nicht luftdicht verschließen, aber eine Abdeckung von einigen Luftschlitzen erhöht die Luftfeuchtigkeit oberhalb der Wasseroberfläche. Dadurch wird die Wasserverdunstung deutlich verlangsamt, ohne dass eine allzu stickige Atmosphäre entsteht.

» Seitenwände isolieren

Neben der Verdunstung sorgt die Konvektion an den Scheiben für einen nicht unerheblichen Energieverlust. In der Regel reicht es bei einem Aquarium, wenn Sie durch eine Seite hineinsehen können. Seiten- und Rückwände können Sie dann mit Styropor isolieren. Dabei bringen bereits 2 cm dicke Platten einen ordentlichen Heizwertgewinn. Möchten Sie dann doch einmal von der Seite in Ihr System gucken, können sie die Styroporplatten ja so anbringen, dass sie sich jederzeit abnehmen lassen.

» Verwenden Sie vorgewärmtes Wasser

Beim Wasserwechsel können Sie einen Wärmeverlust vermeiden, indem Sie vorgewärmtes Wasser nachfüllen, sodass die Heizung vom Aquarium erst wieder alles auf Temperatur bringen muss.

Energiekosten sparen bei der Beleuchtung

Der nächste Kostenfaktor beim Aquarium ist der Energieverbrauch für die Beleuchtung. Hier haben Sie immerhin etwas Einfluss darauf, wie lange das Licht brennt. Entscheidend ist aber letztlich, welche Art Lampen Sie verwenden.

» Sparsame LEDs als Beleuchtung

Bisher waren Leuchtstoffröhren in der Aquaristik gebräuchlich. Diese waren bereits eine deutliche Verbesserung gegenüber den Quecksilberdampflampen (HQL), die doppelt so viel Strom gezogen haben. Inzwischen ist die Technik aber wieder einen Schritt weiter. Bisher waren LEDs wegen den Wasserpflanzen eher ungeeignet, da diese für die Fotosynthese ein bestimmtes Lichtspektrum benötigen. Inzwischen gibt es aber spezielle LEDs fürs Aquarium, die verwertbares Licht liefern. So lassen sich weitere 66 % gegenüber der Beleuchtung mit Leuchtstofflampen einsparen.

Energiekosten sparen mit der richtigen Filteranlage

Bei den Filteranlagen lassen sich nur indirekt Energiekosten sparen, indem Sie statt eines Rieselfilters einen Biofilter verwenden. Entscheidend ist hier, dass bei einem Rieselfilter durch den intensiven Wasser-Luft-Kontakt viel Wasser verdunstet, was, wie bereits erwähnt, eine Menge Heizenergie verschlingt.

Bei der Filterpumpe ist es nur bei Seewasseraquarien wichtig, dass Sie auf einen hohen Wirkungsgrad achten. Bei den meisten Pumpen ist der Wirkungsgrad so niedrig, dass bis zu 80 % als Wärme abgehen. Diese Energie kann dann natürlich wieder an der Heizung gespart werden. Nur wenn es dazu kommt, dass das Wasser für die Fische zu warm wird und eine Kühlung nötig würde, sollte die Pumpe dementsprechend angepasst werden.

Wie Sie sehen, gibt es eine Menge Möglichkeiten die Energiekosten beim Aquarium zu drosseln.

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