Handyeinsatz im Reiseland – Tarife prüfen

Sommer, Sonne, Strand und Meer – so sieht für viele Deutsche der Urlaub aus. Doch von Entspannung pur kann nur in den seltensten Fällen die Rede sein. Denn die meisten Deutschen wollen auch im Urlaub ständig für Jedermann erreichbar sein. Das mag nun daran liegen, dass die Zeiten sich einfach geändert haben und die Deutschen auch für ihre Arbeitgeber immer erreichbar sein wollen oder müssen, wohl aber auch daran, dass sich einfach ein Jeder unersetzbar fühlt bzw. fühlen möchte.

Roaming-Gebühren gleich Kostenfalle?

Doch beim Griff zum Handy im Ausland ist Vorsicht geboten. Denn mitunter kann dieser sich zu einer wahren Kostenfalle entpuppen. Bisher war es immer so, dass sich das Handy automatisch in das stärkste Netz im Urlaubsland eingewählt hat. Und zwar unabhängig davon, welche Kosten dies verursacht hat. Diese Netzwahl, die man durch die manuelle Einwahl damals noch beeinflusst hatte und dadurch die Kosten senken konnte, spielt heute allerdings keine Rolle mehr. Denn es gelten mittlerweile einheitliche Tarife für nahezu alle Roaming-Partner.

EU-Vorgaben sorgen für neue Tarifstruktur

Seit dem letzten Jahr wurde auf Drängen der EU hin sogar noch ein Kompromiss beschlossen. Zumindest im EU-Ausland gelten nun sehr günstige Preise, die im September letzten Jahres festgelegt wurden und innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren kontinuierlich sinken. Das heißt, im nächsten Jahr werden sie ihren Tiefstand erreicht haben, sodass das Telefonieren mit dem Handy im europäischen Ausland nicht mehr länger eine Kostenfalle darstellen muss.

Gebühren außerhalb der EU

Doch wie sieht es außerhalb der EU aus? Ist es auch hier möglich, Kosten einzusparen, wenn man mit dem Handy telefoniert? Im Grunde genommen schon. Die einzelnen Netzbetreiber bieten ihren Kunden, egal ob es sich dabei um Vertrags- oder Prepaid-Kunden handelt, die unterschiedlichsten zusätzlichen Roaming-Tarife oder Optionen an. So kann man für einen Festbetrag beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Minuten aus dem Ausland telefonieren. Und auch die eingehenden Gespräche, die im Ausland ja ebenfalls Geld kosten, sollen deutlich kostengünstiger werden.

Tarife vor Urlaubsantritt heraussuchen

Bereits vor Urlaubsantritt sollten Sie sich deshalb schon über die günstigsten Tarife für das jeweilige Urlaubsland schlau machen. Mitunter kann ein anderer Netzbetreiber sogar noch günstigere Tarife anbieten, als der eigene. Hier ist zu prüfen, ob sich nicht zumindest für die Urlaubszeit, die Anschaffung eines zusätzlichen Mobiltelefons, womöglich mit Prepaid-Karte, eignet, um auch von den günstigeren Konditionen profitieren zu können.


Auskunft der Netzbetreiber beachten

Weiterhin wurden die Betreiber der einzelnen Netze dazu verpflichtet, dass sie den Besitzer des Handys bei Ankunft im Urlaubsland darüber informieren müssen, welche Gebühren hier anfallen. In der Regel geschieht dies per SMS. Zusätzlich muss eine kostenfreie Hotline eingerichtet werden, die es den Handynutzern ermöglicht, alle ihre Fragen rund um die anfallenden Roaming-Gebühren zu stellen und auch fachgerecht beantwortet zu bekommen.

Fazit: Generell bleibt jeder Nutzer eines Handys selbst dazu verpflichtet, sich über die jeweils gültigen Preise zu informieren. Durch die zusätzliche Information der Netzbetreiber können Sie sich auch nicht mehr länger auf Unwissenheit berufen und eine überhöhte Handyrechnung anfechten. Dies dient zum einen natürlich dem Schutz der Netzbetreiber, zum anderen aber auch einer besseren Transparenz bei den einzelnen Tarifen. Durch die neuen Richtlinien, die von der EU vorgegeben wurden, ist die Handytelefonie im Ausland also nicht mehr länger eine einzige große Kostenfalle, sondern ein transparentes Tarifwerk geworden.

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