Kein Kredit – Kennen Sie eigentlich Ihren Scorewert?

Schufa Kredit
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Unter dem Kürzel Schufa kennt sie fast jeder, die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung in Deutschland, und den meisten Menschen ist bewusst, dass, sobald sie ein Konto eröffnen, einen Kredit beantragen oder sich bei einem Kauf für eine Ratenzahlung entscheiden, dann eine Anfrage an die Schufa ergeht. Dabei wird die so genannte Bonität, also die Kreditwürdigkeit geprüft. Diese bildet die Grundlage für die Entscheidung, einen Kredit oder Ratenkredit zu gewähren.

Das speichert die Schufa!

Zu den Daten, die die Schufa speichert, gehören übrigens nur die Banken, in denen ein Konto eingerichtet wurde, Kreditkartendaten und laufende Kredite, nicht etwa das zu Verfügung stehende Einkommen. Die erfassten Daten sagen also eher etwas über die Zahlungsmoral des Verbrauchers aus, sprich welche Wahrscheinlichkeit besteht, dass er seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt.

Was ist der Scorewert?

Diese Wahrscheinlichkeit wird in dem so genannten „Score“ angegeben, einem Prozentwert der zwischen 1 und 100 liegt, wobei 1 gleich gering und 100 als sehr hoch bewertet wird.

In einigen Fällen sorgt dieser Scorewert dafür, dass kein Kredit bewilligt wird, obwohl es keine negativen Einträge bei der Schufa der betreffenden Person gibt. Denn das Scoring-Verfahren, das die Schufa anwendet, bezieht sich eben nicht nur auf die Daten des Verbrauchers. Sondern das Scoring-Verfahren ordnet Menschen in Gruppen, die ein unterschiedliches Risiko haben. Das ist für Kreditinstitute und auch den Handel von großem Interesse. Deshalb wird von Banken etwa neben den eigentlichen Schufa-Daten des Kunden auch der Score-Wert abgefragt. Es gibt neben dem Basis-Score sogar branchenspezifische Score-Werte, d.h. den Branchen-Score. Dieser wird bei Anfrage an Firmen herausgegeben.

Wie die Berechnung des Score-Wertes ohne das Einbeziehen von Beruf, Gehalt und Wohnort geschehen soll, lässt die Schufa ziemlich offen. Herangezogen werden nach eigener Aussage nur die Daten bezüglich der Kreditaktivtäten des Verbrauchers. Da der Score für den Einzelnen jedoch sehr wichtig ist, um etwa einen fairen Kredit zu bekommen, wird die fehlende Transparenz bei der Berechnung von Verbraucherschützern regelmäßig kritisiert. Denn positive Daten bei der Schufa und ein niedriger Scorewert schließen sich nicht aus.


Fehlerhafte Einträge bei der Schufa sofort melden!

Auch fehlerhafte Daten bei der Schufa können dem Verbraucher übel mitspielen. Wer also den Verdacht hat, dass Daten bei der Schufa fehlerhaft sind oder seinen Score-Wert wissen möchte, der hat die Möglichkeit eine Eigenauskunft bei der Schufa anzufordern. Wenn Einträge bei der Schufa falsch sind, dann müssen diese schriftlich gemeldet werden.

Die Eigenauskunft

Es gibt im Prinzip drei Möglichkeiten eine Eigenauskunft einzuholen. Per Post oder online können Sie für 7,80 Euro eine Eigenauskunft mit allen über Sie gespeicherten Daten sowie den Basis-Score bestellen. Die Verbraucherauskunft, wie sie etwa von manchen Vermietern oder Arbeitsgebern gefordert wird, kostet ebenfalls 7,80 Euro und lässt sich auch per Post oder über das Internet bestellen. Verbraucher könne aber auch für eine einmalige Gebühr von 15,60 Euro einen unbefristet Online-Zugang zu ihren gespeicherten Daten bekommen.

Update zum ScorewertNeues Gesetz zum Scorewert ab 01.04.2010
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