Rabattretter in der KFZ-Versicherung – Wann lohnt sich Rabattschutz?

Wer einen Autoschaden von der Versicherung bezahlen lässt, muss damit rechnen, dass er bereits erworbene Schadenfreiheitsrabatte in der KFZ-Versicherung wieder verliert. Ein Rabattretter kann davor schützen.

Das Problem kennen Sie bestimmt: Da hat man jahrelang seine Beiträge für die Autoversicherung gezahlt, hatte nie einen Autoschaden und wurde Stück für Stück in der Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) höher eingestuft. Das ist gut für die Beitragszahlungen, weil man dann Rabattnachlass erhält. Doch dann passiert ein dummer Unfall, der vielleicht gar nicht mal so schrecklich teuer war. Und schon wird man in der Schadenfreiheitsklasse wieder zurückgestuft. Viele angesammelte Schadenfreiheitsrabatte (SF-Rabatt) gehen dann verloren und man zahlt wieder höhere Beiträge. Das ist für jeden einfach ärgerlich.

Rückstufungen in der KFZ-Versicherung

Besonders ärgerlich ist eine solche Rückstufung für Autofahrer, die schon auf eine sehr lange Versicherungszeit zurückblicken. Wer schon 25 Jahre oder länger unfallfrei geblieben ist, hat nämlich meist die höchste SF-Klasse bereits erreicht. Eine Verbesserung ist also nicht mehr möglich. Trotzdem kann es im schlechtesten Fall passieren, dass ein Autofahrer, der vielleicht schon 30 Jahre ohne Unfall geblieben ist, nach einer Schadensmeldung wieder in SF-Klasse 23 eingeordnet wird. Da kann man sich manchen Wutausbruch gut vorstellen.

Rabattretter als Beitragsschutz

Damit es dazu nicht kommt, bieten etliche Versicherer von sich aus Versicherungsverträge an, bei denen ein „Rabattretter“ enthalten ist. Dadurch wird dem Autofahrer zugesichert, dass auch bei einer Schadensregulierung durch die Versicherung keine Rücknahme erworbener SF-Rabatte stattfindet. Ab der SF-Klasse 25 bieten diesen Service manche Autoversicherer sogar kostenlos. Am besten prüfen Sie daher bereits bei Vertragsabschluss, ob eine solche Klausel bei Ihrer Versicherung enthalten ist. Die sogenannte Rabattretter-Klausel wird bei manchen Gesellschaften auch schon für niedrigere SF-Klassen angeboten. Dann ist allerdings häufig im Gegenzug mit etwas teureren Grundgebühren zu rechnen.


Rabattschutz gegen eine SF-Klassen-Rückstufung

Bei manchen Varianten der Rabattretter werden übrigens ausdrücklich nur die erworbenen Rabatte beibehalten. In der SF-Klasse wird trotzdem eine Zurückstufung durchgeführt. Wenn jetzt noch ein weiterer Unfall stattfindet, verliert auch der Rabattretter seine Gültigkeit. Und dann kann es richtig teuer werden. Für einen solchen Fall bieten manche Versicherer einen erweiterten „Rabattschutz“ an. Der gilt dann auch für zwei, drei oder noch mehr Schadensfälle. Ein gewisser Aufpreis ist meist auch hier wie beim Rabattretter fällig. Sowohl der Rabattschutz wie auch Rabattretter werden allerdings oft erst ab einer bestimmten SF-Klasse gewährt. Für Fahranfänger und Erst-Versicherungen gibt es diese Angebote also in der Regel nicht.

Lohnt sich ein Rabattretter?

Wenn Sie einen Vertrag abschließen können, der einen kostenfreien Rabattretter enthält, ist das natürlich eine tolle Sache. Beim Versicherungsvergleich macht es in jedem Falle Sinn, auch auf diesen Punkt ein besonderes Augenmerk zu legen. Wenn Ihnen gegen Aufpreis ein Rabattretter oder gar ein Rabattschutz angeboten wird, heißt es schlicht und ergreifend: Kosten durchrechnen und gegen mögliche Risiken abwägen. Wenn das Auto viel unterwegs ist und von mehreren Fahrern genutzt wird, kann ein Rabattretter schon Sinn machen. Steht das Auto überwiegend in der Garage, kann man sich die Sache eher zweimal überlegen.

Fazit

Mit einem Rabattretter oder einem Rabattschutz sichern Sie sich gegen den Verlust von bereits erworbenen Schadenfreiheitsrabatten ab. Prüfen Sie Ihren Versicherungsvertrag, ob er solche Regelungen enthält. Bei einem Unfall kann eine solche Absicherung bares Geld wert sein.

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