Stromverbrauch vom Computer senken – So geht’s!

Computer Strom senken
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Ein Computer – und vor allem die Geräte, die noch mit dranhängen – all das verbraucht eine Menge Strom. Doch man kann durchaus auch in diesem Bereich Strom sparen, selbst wenn man den ganzen Tag vor der Kiste verbringen muss, weil man sich damit seine Brötchen verdient. Ein paar Spartipps möchten wir Ihnen hier präsentieren.

Steckerleisten verwenden

Eigentlich sollte man die so genannten Steckerleisten in vielen Bereichen verwenden, wo mehrere Geräte zusammenspielen. Dies kann in der Küche der Fall sein, aber auch im Wohnzimmer, wenn wir an Fernseher, DVD-Player, Receiver und dergleichen denken, aber natürlich – ganz wichtig – im Arbeitszimmer. Dort, wo der Computer dranhängt. Wir wissen alle, dass elektronische Geräte, die am Stromnetz hängen, auch im Standby-Betrieb eine Menge Strom fressen können. Da man diese Geräte oft nicht gänzlich ausschaltet, sondern sie nur herunterfährt, kann hierdurch der Stromfluss weiter bestehen.

Um unnötige Kosten zu vermeiden immer die Steckerleiste ausschalten, also von Beginn an eine nehmen, die sich an- und ausschalten lässt. So werden keine Geräte vergessen und man muss nur einen Schalter betätigen. Spart nicht nur Strom, sondern schont auch die Geräte. Würde man beispielsweise einen Drucker, der einen Stromverbrauch von 10 Watt hat, 24 Stunden am Tag nur im Standby-Betrieb laufen lassen, dann würde das jährlich einen Betrag von 18 Euro ausmachen – für ein Gerät! Auf das Jahr gerechnet ist das vielleicht nun nicht weltbewegend, doch wenn man mehrere Geräte hat, dann läppert sich das schon.

Nicht benötigte Geräte ausschalten

An einer Computermaschinerie hängt ja nicht nur der Rechner selbst, sondern auch der Monitor, der Drucker, der Scanner, eventuell ein Kopierer, ein Modem usw. All diese Teile brauchen auch Strom, damit sie funktionieren. Sitzt man nun am PC und verwendet – wie im obigen Punkt empfohlen – eine Steckerleiste, dann schalten sich auch alle Geräte gleichzeitig an. Nun ist es doch wohl so, dass man beim Arbeiten am Computer kaum immer gleichzeitig alle Geräte benötigt. Drucken muss man nur ab und zu, Scannen noch seltener, gut, das Modem wird man wohl des Öfteren brauchen, aber schon der Kopierer wird nur ab und an benötigt. Was passiert also, wenn man am PC arbeitet und alle Geräte sind an? Die Stromkosten steigen. Das muss nicht sein. Die Lösung: Alle Geräte, die im Augenblick nicht benötigt werden, ausschalten.

Strom sparen im Netzwerk

Wer ein Netzwerk zuhause hat, weil er vielleicht ein kleines Büro betreibt und zwei oder mehrere Computer miteinander vernetzt hat, der kann auch hier Strom sparen. Denn durch die Vernetzung braucht nicht jeder Computer auch einen separaten Drucker oder Scanner. Ein zentrales Gerät reicht oft aus. So spart man sich nicht nur jede Menge Stromkosten, sondern auch die Anschaffung mehrerer Geräte.

Computer in den Ruhezustand fahren

Wird ein Computer eine kurze Zeit nicht genutzt, weil beispielsweise die Mittagspause ansteht, oder ein längeres Telefonat dazwischen kommt, sollte man den PC nicht einfach laufen lassen, sondern in den so genannten Ruhezustand bringen. Diese Funktion haben die meisten Computer. Dadurch wird der Rechner heruntergefahren, ohne dass man ihn ausschalten muss. Auch muss man die Arbeiten, die man gerade ausführt nicht speichern oder schließen. Der Computer ruft die letzte Sitzung wieder auf, sobald er wieder hochgefahren wird. Das ist effektiver, als wenn man umständlich alles schließen und beenden müsste.

Energieverwaltung nutzen

Jeder Computer hat in der Systemsteuerung den Bereich der Energieverwaltung. Hier kann man für seinen PC bestimmen, wie er sich zu verhalten hat, wenn nicht daran gearbeitet wird. So kann beispielsweise der Monitor nach einer bestimmten Zeit automatisch ausgeschaltet werden, wie auch die Festplatte. Besonders geeignet für diejenigen, die das Ausschalten gerne vergessen. Gerade bei Laptops sind Optionen wie Energiesparmodus besonders wichtig, weil hier der Akku nur eine bestimmte Zeit lang Kapazitäten hat. Wird der PC bzw. Laptop mit dem höchsten Modus betrieben, ist der Akku natürlich schneller leer. Auch kann man die Helligkeit des Monitors bestimmen, die nicht immer auf dem Maximum betrieben werden muss. Da allerdings jedes Auge anders ist, sollte hier so gearbeitet werden, wie es angenehm erscheint.

Neue Geräte verbrauchen weniger Energie

Sicherlich ist die Anschaffung neuer Geräte immer mit einer Geldausgabe verbunden. Wer sich diese Ausgabe leisten kann, der sollte nicht davor zurückschrecken. Denn neue Geräte verbrauchen weitaus weniger Energie, als alte. Besonders deutlich sieht man das beim Monitor. Wir kennen alle noch die klobigen, alten Röhrenmonitore. Ganz abgesehen davon, dass ein Flachbildschirm weniger Platz wegnimmt und die Kosten mittlerweile auch nicht mehr der Rede wert sind, verbraucht der Flachbildschirm einfach weniger Energie. Tests haben herausgefunden, dass ein Röhrenmonitor in der Regel das Doppelte von dem verbraucht, was ein TFT-Monitor an Strom frisst. Die Kosten kann man sich ganz leicht ausrechnen. Verbraucht ein Flachbildschirm Beispielsweise 50 Watt und würde er 24 Stunden am Tag laufen, dann wären das Kosten von knapp 90 Euro im Jahr. Wenn ein Röhrenmonitor nun 100 Watt braucht, dann verdoppeln sich die Kosten natürlich und liegen somit bei 180 Euro. Es ist also schon eine Überlegung wert, sich ein neues Gerät anzuschaffen.

Das waren nun ein paar wenige und einfach zu befolgende Tipps, die man mit geringem Aufwand erledigen kann und die durchaus Strom sparen können. Die Menge macht´s und hier sollte angesetzt werden. Wer darauf achtet, hat auch anschließend mehr im Geldbeutel.

Zusammenfassend noch einmal die wichtigsten Strom-Spartipps in der Übersicht:

  • Geräte immer ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden
  • Computer für kurze Arbeitspausen in den Ruhezustand fahren
  • Energieverwaltungsoptionen passend auf die Arbeitsweise einstellen
  • Neue Geräte nutzen

Um seinen eigenen Stromverbrauch auszurechnen, kann man viele Tools im Internet finden. Damit die Suche nicht allzu lange dauert, hier eine sehr nützliche Seite: http://www.energiespar-rechner.de/.

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