Die Gartentoilette – Möglichkeiten und Preisvergleich

Wenn uns das Wetter wieder in den Garten zieht, dann kommt es auch schon einmal vor, dass man den lieben langen Tag dort verbringt. Logischerweise muss man dann auch irgendwann einmal zur Toilette. Hat man einen Garten direkt am Haus, dann ist das kein Problem, dann ist eine Toilette vorhanden. Wenn man nun aber einen unabhängigen Garten, weit weg von der eigenen Wohnung hat, oder einen Schrebergarten besitzt, dann muss man sich mit der Toilettenfrage schon auseinandersetzen. Denn einfach an den nächsten Baum – naja, soweit wollen wir nun nicht denken…

Also, dann sammeln wir doch einfach mal die Möglichkeiten, die sich bieten, wenn man eine Toilette ohne einen Wasseranschluss betreiben will:

» Chemietoilette
» Trockentoilette

» Trenntoilette

» Komposttoilette

» Plumpsklo

Fünf Möglichkeiten, bei denen doch wohl eine passende für den Garten dabei sein sollte.

Chemietoilette

Die Chemietoilette ist eine recht preisgünstige Alternative, vor allem für Gartenhäuser, die man nicht täglich nutzt. In der Anschaffung ist die Toilette mit einem Preis von 80 Euro aufwärts sehr günstig, teurer wird es beim Kauf der Chemikalien. Diese kosten dann gleich mal 20 Euro und reichen für zwei oder drei Füllungen. Wer die Toilette also täglich nutzt, der kann davon ausgehen, dass man den Auffangbehälter alle drei bis vier Tage leeren muss. Hierbei sei noch angemerkt, dass man auch ein wenig auf die Umwelt schauen sollte. Chemie ist immer umweltschädlich, wenn es aber doch eine Chemietoilette sein soll, dann bitte immer auf den blauen Engel achten.

Trockentoilette

Die Trockentoieltte oder auch Rindenschrottoilette ist zwar nicht besonders hübsch (aber welche Toilette ist das schon bzw. muss eine Toilette überhaupt schön aussehen?) dafür funktioniert sie ohne Chemie und ist absolut geruchsneutral – zumindest verspricht das der Hersteller. Im Auffangbehälter, der mit Rindenschrot, ähnlich dem Rindenmulch, gefüllt ist, wird alles gesammelt und kann bei Bedarf entsorgt werden. Statt Rindenschrot können auch Holzschnitzel oder Schreddergut verwendet werden. Auch eine Kompostierung ist hier möglich. Kostenpunkt: ab 350 Euro, dafür ist das Füllmaterial günstig und der Behälter ist sehr großzügig gehalten..

Trenntoilette

Die Trenntoilette funktioniert ähnlich wie die Trockentoilette, hier wird allerdings der Urin in einem separaten Behälter aufgefangen. Geruchsbelästigung soll laut Hersteller auch hier nicht gegeben sein. Eine Kompostierung ist ebenfalls möglich. Der Behälter ist mit einem Fassungsvolumen von ca. 23 Litern recht groß. Achtung: Hier wird für die Lüftung ein Stromanschluss benötigt. Die Kosten für die Trenntoilette liegen bei etwa 700 Euro.


Komposttoilette

Die Komposttoilette macht ihrem Namen alle Ehre, denn sie kompostiert direkt im Auffangbehälter, der natürlich entsprechend groß ist. Auch hier wird mit Rinde oder Holz gearbeitet. Hierfür benötigt man sehr viel Platz, denn dabei handelt es sich tatsächlich um eine komplette Anlage. Und das sieht man auch bei den Kosten: 7.500 Euro muss man dafür hinlegen – für eine Gartentoilette wohl ein wenig zu viel.

Plumpsklo

Das Plumpsklo ist wohl die bekannteste Variante. Manche sagen auch Donnerbalken dazu. Wer schon ein wenig älter ist und sich noch an früher erinnern kann, der wird wissen, dass Plumpsklos vor allem in Wirtschaften auf dem Lande gang und gäbe waren. Sie waren allerdings nicht sehr appetitlich anzusehen und auch geruchstechnisch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Allerdings – und das ist für viele vielleicht ein Argument: billig und ohne jegliche Chemie. Ein Plumpsklo ohne Behälter ist jedoch nicht mehr zu empfehlen. Also sollte man sich einen entsprechenden Behälter mit Rinde oder Holz füllen, um dort sein Geschäft zu verrichten. Auch hier ist natürlich eine Kompostierung möglich. Eine Preisangabe kann schlecht gemacht werden. Auf alle Fälle wird es die billigste Variante sein.

Bei allen Toiletten, bei denen eine Kompostierung möglich ist, sollte ein separater Behälter angeschafft werden, in den kompostiert werden kann. Achtung: dies kann bis zu zwei Jahre dauern. Danach ist der Kompost für die Ausbringung auf Blumenbeete geeignet. Eine offene Kompostierung ist natürlich auch möglich, allerdings – wegen der Geruchsbelästigung – in einem Schrebergarten nicht zu empfehlen bzw. sogar verboten. Besitzt man einen Garten, der alleine steht und der groß genug ist, wird man sicherlich einen geeigneten Platz finden.

So, und nun liegt es an Ihnen, wie viel Sie für eine Gartentoilette ausgeben möchten. Am billigsten ist und bleibt das Plumpsklo, gefolgt von der Chemietoilette und der Trockentoilette. Die Trenntoilette ist auch noch preislich erschwinglich, die Komposttoilette ist dann wohl doch eher etwas für diejenigen, die zu viel Geld haben. Nun denn, gutes Geschäft!

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