Handyversicherung – Wann es sich wirklich lohnt sein Handy zu versichern

Handyversicherung – Wann es sich wirklich lohnt sein Handy zu versichern

Smartphones sind teuer. Viele Nutzer lassen sich daher auf eine Handyversicherung ein. Doch wann lohnt es sich wirklich sein Handy zu versichern?

Die Tochter hat ein teures Designerhandy, die Frau noch einen alten Barren an dem man vergeblich einen Touchscreen sucht. Der Mann benutzt in der Firma ein Businessgerät und der Sohn hat eines dieser Handys, die Telefon und Spielkonsole zugleich sind. Teuer im Kaufpreis oder einfach nur teuer im Sinn von „an das Herz gewachsen“, jedes Handy hat seinen ganz eigenen Wert. Umso größer ist der Verlust, wenn das Mobiltelefon gestohlen wird, aus Versehen herunter fällt und nicht mehr funktioniert oder aber im Starkregen baden gegangen ist.

Dann ist nicht nur guter Rat teuer wie man das Gerät ersetzt. Denn oftmals bleibt die Frage wie das neue Handy finanziert werden kann. Schnell kommt der reuige Gedanke an eine Handyversicherung. Diese wäre wohl eingesprungen und hätte eine Reparatur oder den Ersatzkauf finanziell ermöglicht, möchte man in solch einer Situation meinen. Doch wie gut sind Handyversicherungen wirklich? Schon ein erster kritischer Blick lässt erkennen, dass die meisten Angebote einer Handyversicherung kaum das Papier wert sind auf dem sie geschrieben stehen.

Kernfrage: Welche Schäden sind versichert

An erster Stelle sollte sich jeder Handybesitzer fragen, welches Schadensereignis er versichern möchte.

  • Soll das Gerät bei Diebstahl versichert sein?
  • Oder wenn das Display Schaden nimmt?
  • Ist es notwendig, das Handy für Sturzschäden zu versichern?
  • Brauche ich eine Handyversicherung die bei Bedienfehlern einspringt?

Wo treten die meisten Handyschäden auf?

Ein Blick auf die Statistik zeigt, die meisten Schäden an Mobiltelefonen und Smartphones entstehen in Deutschland bei Displaybrüchen nach Stürzen oder durch Wasserschäden. Die easyCARD insurance Deutschland ermittelte, dass etwa 72 Prozent aller massiven Defekte an Mobiltelefonen und Smartphones Displayschäden sind. Erst mit weitem Abstand folgen Wasserschäden mit einem Anteil von 16 Prozent. Selten sind dagegen solche Fälle, in denen die Handys gestohlen wurden oder mechanische Defekte einen größeren Schaden verursachten.

Wofür lohnt sich eine Handyversicherung?

Anhand solcher Statistiken lässt sich schnell das Spektrum eingrenzen, für das sich eine Handyversicherung empfiehlt:

  • Displayschäden,
  • Stürze
  • Wasserschäden.

Verzichten können Sie auf Angebote, die Handys gegen Material- und Konstruktionsfehler versichern. Diese Ansprüche dürften eher unter die Garantie des Herstellers fallen. Auch sind Versicherungen bei Schäden durch Einbruchdiebstahl, Raub oder Überspannung verzichtbar. Zum einen kommen sie selten vor, zum anderen greifen hier unter anderem Verträge wie die private Hausratversicherung.

Selbstbehalt und Zeitwert beachten

Außerdem müssen bei Abschluss einer Handyversicherung mindestens noch zwei weitere Fakten beachtet werden. So schreiben solche Verträge in der Regel einen Selbstbehalt vor, der oftmals im dreistelligen Eurobereich liegt. Auch gibt es bei der finanziellen Erstattung im Schadensfall meist nur anteilig den Zeitwert ersetzt. So zahlen etliche Versicherungen bei einem Totalschaden im zweiten Jahr zum Beispiel nur 60 Prozent des einstigen Kaufpreises aus. Zieht man die Selbstbeteiligung ab und rechnet man die bis dahin geleisteten Versicherungsbeiträge zusammen, so bleibt am Ende unter Umständen eine reale Erstattung von weniger als 100 Euro übrig. Wer dann hofft, wenigstens bis zur Neuanschaffung eines Handys ebenfalls ein Smartphone zu erhalten, der irrt in der Regel. Meist gibt es lediglich ein Gerät, mit dem der Nutzer telefonieren kann. Mehr hat der Versicherte nicht zu erwarten, denn das Kleingedruckte garantiert oft nur einen Telefonersatz und nicht mehr.


Fazit
Beim Blick auf die Konditionen vieler Handyversicherungen bleibt das Fazit, dass es vielleicht besser ist, jeden Monat zehn Euro in die heimische Sparbüchse zu legen. So ist bei einem Totalschaden des Handys auf jeden Fall ein finanzieller Grundstock für ein Ersatzgerät vorhanden. Es bleibt die Erkenntnis, dass es freilich einige Anbieter gibt, welche Handys und Smartphones zu angemessenen Kosten versichern. Mehr als fünf Euro sollte so ein Vertrag im Monat erfahrungsgemäß aber nicht kosten. Daher bedarf es eines genauen Blickes auf die Konditionen des Anbieters, die von ihm angebotenen versicherten Schadenfälle und die offerierten Leistungen in Sachen Ersatzgerät. Wer ein genaues Bild auf dem Versicherungsmarkt gewinnen will, der sollte sich im Detail über sogenannte Handyschutzbriefe und Versicherungen kundig machen. Besser ist es, ein oder zwei Stunden Zeit zu investieren und in Ruhe einen günstigen Anbieter für Handyversicherungen zu finden, ehe man das Geld für unsinnige Werbeversprechen quasi zum Fenster hinauswirft.

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