Fahrkosten sparen — Fahrkarten im Jahresabo kaufen

Fahrkosten sparen
© M. Schuppich – Fotolia.com

Millionen Bundesbürger nutzen täglich die öffentlichen Nahverkehrsnetze. Vor allem wird natürlich der Weg von und zur Arbeitsstelle mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Für viele ein Zeitgewinn, denn in verstopften Straßen im Stau zu stehen, kann man sich ersparen. Aber auch in der Freizeit werden diese Netze stark in Anspruch genommen. Wer sich auf diesem Gebiet gut auskennt, spart mehrere hundert Euro im Jahr.

Die Verkehrsbetriebe beschränken sich in ihren Werbeauftritten auf die Angebote, die in ihrem eigenen Interesse liegen. Die günstigsten Nahverkehrstarife gehen im Dschungel unübersichtlich gestalteter, ellenlanger Tabellen unter. Manchmal bemerkt man eher durch Zufall einen günstigen Fahrtarif und staunt dann nicht schlecht, wenn man feststellt, welch günstige Angebote sich im Tarif–Labyrinth verstecken. Für die Bahnbenutzer ist es völlig unverständlich, weshalb nicht besser auf günstige Tarife hingewiesen wird. Bei Familien mit Kindern ist es noch relativ übersichtlich, bis zu welchem Alter die Kinder kostenlos mitfahren können. Aber dass Mama und Papa auch ordentlich Geld einsparen können, ist vielen schlicht nicht bekannt.

So kann zum Beispiel beim Inhaber einer „Umwelt Monatskarte ABC“ in Berlin Montag bis Freitag ab 20.00 Uhr bis 3.00 Uhr des Folgetages, zusätzlich auch noch das gesamte Wochenende eine zweite Person plus bis zu 3 Kindern (6 bis 14 Jahre) kostenlos mitfahren lassen! Diese „ABC-Umwelt-Karte“ ist nicht nur für die S-Bahn, sondern für alle Nahverkehrsmittel, wie-U- Bahn, Tram und Buslinien gültig. Selbst mit den Regionalverkehrszügen kann mit dieser Karte innerhalb des Gültigkeitsbereiches gefahren werden.

Auch Jahres-Abos werden in monatlichen Raten abgebucht!

Und eine noch größere Einsparung erreicht man, wenn diese Monatskarte im Abonnement erworben wird. Diese Abo-Jahreskarten werden sogar von den Verkehrsbetrieben beworben. Leider wird der entscheidende Vorteil geflissentlich verschwiegen. So denkt sich dieser und jener, der nicht viel Geld zur Verfügung hat: Wie soll man etwa 1.000 Euro auf einmal zur Verfügung haben, um so ein Jahres-Abo zu erwerben? Das ist ja nur etwas für die, die sich das leisten können. Weit gefehlt, denn dieser Jahrs-Abo-Preis kann monatlich per Bankeinzug bezahlt werden. Für die Großstädter, inklusive der Randgebiete, die an das Verkehrsnetz angebunden sind, macht die Einsparung zwischen Monatskarte und Jahres-Abo im Abbuchungsverfahren im Beispiel Berlin bereits 400 Euro für ein Jahr aus. Einzig und allein dadurch, dass die Art der Bezahlung gewechselt wird. Es gibt noch andere Vorteile. In München ist es so geregelt, dass bei monatlicher Zahlung des Isar-Card-Abo nur zehn Monate abgebucht werden, die Gültigkeit ist dennoch für 12 Monate. Die Einsparung bei den 12 Ringen, die das Münchener Verkehrsnetz beinhaltet, beträgt hier knapp 300 Euro im Jahr!

Die Einsparungen, wenn man noch mit Einzelfahrscheinen oder Wochenkarten fährt, sind natürlich entsprechend höher. Man sollte es sich genau durchrechnen, wie oft man durchschnittlich pro Woche oder pro Monat mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist. Diese Summe kann dann einfach auf das komplette Jahr hochgerechnet werden. Und schon werden sehr viele erkennen, wie viel Geld tatsächlich eingespart wird. Das sind richtig hohe Beträge. Zur Veranschaulichung am Beispiel Berlin eine kleine Berechnung:


Beispiel Umwelt ABC Monatskarte Berlin

Eine dreiköpfige Familie wohnt im Randgebiet der Großstadt, die Tochter/der Sohn ist 17 Jahre alt und fährt recht häufig in die Großstadt. Mutter und Vater zieht es auch des Öfteren dorthin, manchmal gemeinsam, manchmal sie oder er mit Bekannten oder Freunden. Bereits ab der 11. Fahrt in einem Monat hat sich das Jahres-Abo rentiert. Bedenkt man dann noch die zusätzlichen Mitnahmemöglichkeiten am gesamten Wochenende (eine Person und drei Kinder), wird die Einsparung noch höher. Da diese Jahres-Abo-Umweltkarte nicht personengebunden ist, kann also jedes Familienmitglied die Karte nutzen. Montag bis Freitag ab 20.00 Uhr bis 3.00 Uhr des Folgetages können ebenfalls eine weitere Person und drei Kinder kostenlos mitfahren. Es besteht durch die Überstragbarkeit natürlich auch die Möglichkeit, sich die Kosten und die Nutzung dieser Jahresabo-Karte mit einer befreundeten Familie oder Bekannten zu teilen. Zusätzlich kann man mit dieser Jahres-Abo-Karte, wie bereits erwähnt, die Regionalzüge ins nähere Umland nutzen. Informationen dazu, wie weit die ABC-Karte gültig ist, bekommt man an den Serviceschaltern der Deutschen Bahn und natürlich im Internet.

Fazit: Da es leider keine einheitlichen Regelungen für das gesamte Bundesgebiet gibt, müssen solche Informationen im Internet zum Teil etwas mühsam recherchiert werden. Aber Geduld ist in diesem Fall bares Geld wert, denn die Einsparungen sind enorm. Auch hat man diese Mühe nur einmal, dann kennt man sich aus und braucht das Jahres-Abo nur noch erneuern. S-Bahnen fahren in allen großen Städten in Deutschland, so dass dieser Spartipp Millionen Menschen betrifft. Die weit verbreitete Meinung, Jahres-Abo-Karten wären nur etwas für Berufspendler, ist ein großer Irrtum. Beim Durchrechnen der anfallenden Kosten für die Mobilität in einer Großstadt wird auch für Sie Erstaunliches dabei herauskommen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*