Familienversicherung – wie Familien die beste Krankenkasse finden

Eine familienfreundliche Krankenkasse zeichnet sich dadurch aus, dass die angebotenen Leistungen über die gesetzliche Vorsorge hinausgehen.

Familienversicherung
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Die Kriterien, warum sich Menschen für eine bestimmte gesetzliche Krankenkasse entscheiden, sind sehr unterschiedlich. Die meisten Arbeitnehmer achten vor allem auf einen niedrigen Beitragssatz, andere legen Wert auf einen Ansprechpartner vor Ort oder vielfältige Bonusmöglichkeiten. Steht Familienzuwachs an, wendet sich das Blatt noch einmal, denn die Faktoren für die Auswahl einer familienfreundlichen Krankenkasse sind spezieller und Grund genug, über den Wechsel in eine andere Krankenkasse nachzudenken.

Familienversicherung – für wen?

Der große Vorteil einer Familienversicherung ist, dass sich Familienangehörige, also auch Kinder, beitragsfrei mitversichern lassen. Dies gilt allerdings nur für die gesetzliche Krankenversicherung. In der privaten Krankenversicherung müssen sich alle Familienangehörige selbst versichern.

Voraussetzungen für eine beitragsfreie Mitversicherung

  • Der Familienangehörige, der mitversichert werden soll, muss seinen gewöhnlichen Wohnsitz in Deutschland haben.
  • Die Person darf keiner selbstständigen Tätigkeit nachgehen.
  • Auch die Berufsgruppe ist entscheidend: Beamte, Soldaten, Richter und Kirchendiener können nicht mitversichert werden.
  • Der Familienangehörige wird nur beitragsfrei mitversichert, wenn sein monatliches Einkommen 470,- Euro nicht überschreitet.
  • Kinder können bis zum 23. Lebensjahr familienversichert werden, bei Studium oder Ausbildung ohne eigenes Einkommen auch bis zum 25. Lebensjahr.

» Wichtig für Eltern: Beziehen Sie Elterngeld und haben dementsprechend Einnahmen, zählen diese bei der Krankenkasse nicht als Einkommen. Sie können damit die eigentliche Grenze von 470,- Euro p.M. überschreiten und bleiben trotzdem beitragsfrei mitversichert.

Wie Sie eine familienfreundliche Krankenkasse finden

Kind mitversichern
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Laut familie.de kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr rund 130.000 Euro. Eine stolze Summe, die sich aus Lebensmitteln, Kleidung und Freizeitaktivitäten zusammensetzt. Der gesundheitliche Aspekt ist hier allerdings noch nicht mit eingerechnet! Als dreifacher Familienvater weiß ich, dass auch für Zahnspangen, Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen meiner Kinder im Laufe der Jahre eine stolze Summe zusammenkommt. Trotzdem kam es für mich nie infrage, bei der Gesundheitsvorsorge meiner Kinder irgendwelche Abstriche zu machen. Nach einigen Recherchen und Vergleichen habe ich mich deshalb für die familienfreundliche BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER entschieden. Heutzutage kann wirklich jeder unbürokratisch und schnell mit einem Online-Mitgliedsantrag die Krankenkasse wechseln und sollte es auch tun, wenn die bisherigen Leistungen nicht mehr den familiären Ansprüchen genügen.

Welche Faktoren sprechen für eine familienfreundliche Krankenkasse?

Kinder Vorsorge
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  1. Schwangerschaftsvorsorge
  2. Hierzu zählt nicht nur eine ausführliche Beratung rund um die Schwangerschaftsvorsorge, sondern auch Leistungen, die über den gesetzlichen Rahmen hinaus gehen. Dazu gehören beispielsweise zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen und Arzneimittel, sowie die Unterstützung bei der Wahl einer Hebamme und Geburtsvorbereitungskurse – auch für den Partner. Auch das Angebot von Schwangerschaftsgymnastik und Rückbildungskursen nach der Geburt ist ein familienfreundliches Argument.

  3. Babyprogramme
  4. Ihr Baby ist selbstverständlich beitragsfrei mitversichert. Eltern können sich jederzeit und kostenlos zum Thema Babygesundheit beraten lassen. Es werden Babysport und Babyschwimmen angeboten.

  5. Haushaltshilfe
  6. Die Geburt ist nicht nur ein schönes Ereignis, das Neugeborene wirbelt auch den kompletten Alltag durcheinander. Haushalt und Baby unter einen Hut zu bekommen, fällt manchen Eltern schwer. Deshalb kann im Bedarfsfall eine Haushaltshilfe zur Unterstützung gestellt werden.

  7. Eltern-Kind-Kuren
  8. Familienfreundlich bedeutet aber nicht nur Vorsorge, sondern auch Hilfe im akuten Fall. Sind Mutter oder Vater überfordert, wirkt sich das auch auf die Kinder aus. Die Lösung ist eine Eltern-Kind-Kur, bei der sich beide Parteien erholen können.

  9. Rooming-In und Klinik-Finder
  10. Auch wenn Sie Ihre Kinder noch so sehr behüten, es kann vorkommen, dass die Kleinen in ein Krankenhaus müssen. Eine gute familienfreundliche Krankenkasse unterstützt Sie bei der Suche nach einer geeigneten Klinik und dem sogenannten Rooming-In (gemeinsame Übernachtung im Krankenhaus).

  11. Vorsorgeuntersuchungen – nicht nur für Kleinkinder
  12. Auch größere Kinder brauchen eine gesundheitliche Rundumvorsorge. Deshalb sollten die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen auch für 16- und 17-jährige übernommen werden.

  13. Sprachtherapie
  14. Sprachstörungen sind heute leider keine Seltenheit mehr. Egal ob Stottern oder falsche Aussprache, Ihr Kind braucht jetzt fachliche Unterstützung durch einen Logopäden, dessen Kosten die Krankenkasse übernehmen sollte.

Die hier genannten Kriterien sind Beispiele für Angebote und Leistungen, die eine familienfreundliche Krankenkasse zumindest teilweise erfüllen sollte. Jede Familie muss für sich persönlich abwägen, welche Faktoren allen mitversicherten Angehörigen am besten zugutekommt.

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