Raumklimageräte sinnvoll einsetzen und Strom und Geld sparen

Raumklimaanlagen
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Wenn die Sommerhitze die Temperaturen in die Höhe treibt, gehen in mancher Wohnung Raumklimageräte an, die für angenehme Kühlung sorgen. Als fest installierte oder mobile Anlagen transportieren sie die warme Luft nach draußen und senken die Rauminnentemperatur. Doch die Kosten dafür sind enorm.

Stromkosten von 30 bis 50 Euro monatlich werden, laut der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, auf diese Weise schnell erreicht. Nimmt man den drei- oder vierstelligen Anschaffungspreis mit hinzu, ist das eine tapfere Bilanz für ein paar Wärmegrade weniger. Deshalb lohnt sich immer, über alternative Lösungsmöglichkeiten nachzudenken. Gerade für ältere Menschen oder im drückend aufgeheizten Büro kann deren Einsatz eine wichtige Entlastung bringen. In jedem Falle sollte, wer die Raumklimageräte verwendet, auf eine raumgerechte Nutzung achten.

Mobile Klimageräte

Mobile Klimageräte lassen sich recht variabel an verschiedenen Plätzen aufstellen. Sie sind sofort betriebsbereit und brauchen nur an der Steckdose eingesteckt zu werden. Die warme Innenluft wird durch einen Schlauch nach draußen abgeführt. Weil dazu ein leicht geöffnetes oder gekipptes Fenster nötig ist, kann aber gleichzeitig auch wieder Wärme ins Zimmer zurück strömen. Das erhöht den Kühlaufwand noch einmal. Bei festen Installationen lässt sich das vermeiden, wenn dazu ein Wanddurchbruch geschaffen wird. Die Kühltechnik der Klimageräte funktioniert übrigens gleichermaßen wie ein Entfeuchter. Bei manchen Modellen ist von Zeit zu Zeit der Austausch des Wasserbehälters vorzunehmen, weil sich beim Kühlvorgang Kondenswasser bildet.

Kühlleistung und Folgekosten kalkulieren

Die effektive Kühlleistung ist dabei nicht zuletzt abhängig von der Raumgröße. Bei der Anschaffung sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Kühlleistung des Gerätes zu den Raumgegebenheiten passt. Wenn versucht wird, ein Zimmer abzukühlen, für dessen Größe das Klimagerät gar nicht ausgelegt ist, läuft das Gerät auf Hochtouren – und bringt dennoch nicht das gewünschte Kühl-Ergebnis. Die Ausgaben und der Frust sind entsprechend hoch.

 Die tatsächlichen Kosten des Raumklimagerätes hängen deswegen nicht nur vom Einkaufspreis ab. Auch die Folgekosten sind von vornherein mit einzurechnen. Insbesondere der Stromverbrauch im Normalbetrieb sollte nicht außer Acht gelassen werden, weil sich daraus erst die Gesamtausgaben für den erwünschten Kühleffekt ergeben. Und der Verbrauch der etwa tischhohen Anlagen ist beträchtlich. Auf 1000 Watt und mehr bringen es die Mobilen Klimageräte.  Der WWF (World Wide Fund For Nature) empfiehlt daher als eine Alternative den Einsatz der guten alten, klassischen Ventilatoren, die mit deutlich weniger Watt-Verbrauch ebenso für Kühlung sorgen. Statt 1000 oder 2000 Watt werden dann nur 50 Watt aufgewendet.


Splitgeräte und Multi-Splitgeräte

Außer den relativ hohen Kosten ist auch der Geräuschpegel zu bedenken, den die Entlüfter bzw. Verdichter verursachen. Bei so genannten Split-Geräten, die es mobil oder zur festen Anbringung gibt, wird der Kompressor deshalb gleich außerhalb der Wohnung installiert. Das verbannt die Hauptlärmquelle nach draußen – vorausgesetzt dass sich kein Nachbar daran stört. Sind mehrere Zimmer zu kühlen, bieten sich Multi-Splitgeräte an, die dann ebenso von außen betrieben werden und über mehrere Innengeräte verfügen. Eine derartige Anbringung, die in der Regel mit baulichen Maßnahmen verbunden ist, hat natürlich auch ihren Preis und sollte von einem Fachmann installiert werden.

Natürliche Kühlungsmethoden nutzen und Geld sparen

In jedem Fall empfiehlt es sich, Klimageräte nicht den ganzen Tag laufen zu lassen. Vielleicht genügt auch eine Vorkühlung des Raumes auf eine bestimmte Zeit. Manche Geräte sind mit einer Timerfunktion ausgestattet und können so bequem auf einzelne Tageszeiten eingestellt werden. Generell lassen sich auch viele „natürliche Kühlungsmethoden“ einsetzen und nutzen. Bei geöffnetem Fenster können Räume Nachts gründlich durchkühlen. Dann morgens Fenster schließen und den Tag über durch Rollläden und Jalousien das Aufheizen durch die Sonne weitgehend verhindern. So reduziert sich die Notwendigkeit zur künstlichen Klimatisierung ganz erheblich.

Der Energiespartipp: Stimmen Sie die Kühlleistung des Gerätes auf die konkrete Raumgröße ab. Lassen Sie sich vor dem Kauf auf jeden Fall beraten. Prüfen Sie genau, wie viel Strom das Klimagerät im Normalbetrieb verbraucht und lassen Sie sich auch erklären, welche Wartung für einen störungsfreien Betrieb erforderlich ist. Nutzen Sie „Naturkühlung“. Vielleicht können Sie auf das künstliche Kühlen auch ganz verzichten.

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