Selbst Kompostieren – Geld für teuren Dünger sparen

selbst kompostieren
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Der eigene Garten ist nicht nur ein Ort an den man sich zurückziehen kann und so manchen Urlaubstag verbringt. Er wird auch bei der Freizeitgestaltung mit einbezogen und kann sehr nützlich sein, wenn man sich etwas auskennt und selbst Hand anlegt. Es gibt Menschen, die haben eine Wiese und  ein paar Blumen. Das genügt ihnen vollkommen. Und dann gibt es Menschen, die machen etwas aus ihrem Garten. Da werden Beete angelegt, es wird Gemüse angebaut, das eigene Obst geerntet und der Garten mit viel Liebe so gestaltet, dass man sich auch wohlfühlt. Der Garten dient nicht ausschließlich der Erholung sondern hat durchaus so manchen Nutzen. Einer davon ist das Anlegen eines eigenen Kompostplatzes, der so manchen Euro für teuren Dünger sparen lässt.

Offene oder Geschlossene Kompostierung

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, sich einen Kompostplatz selbst zu bauen. Die Einfachste und Sinnvollste ist es, sich einen Kompostbehälter anzuschaffen in den man das organische Material entsorgt und der mit einem Deckel verschlossen wird. Das ist allerdings nicht notwendig, denn es ist für den Kompost nicht schädlich wenn er Regen abbekommt. Zu viel sollte allerdings auch wieder vermieden werden.

Deswegen gibt es als zweite Variante die offene Kompostierung. Hierbei sollte man sich ein Gestell bauen, am besten aus stabilen, dicken Holzbrettern, die nicht so leicht verrotten. Empfehlenswert ist es, diesen offenen Kompost ein wenig abzudecken, damit Nährstoffe nicht weggespült werden. Sie ist aber nicht zwingend erforderlich. Wer eine Abdeckung möchte, kann mit einer Plane oder einem Vlies arbeiten. Für welche Art von Kompostplatz man sich entscheidet, kommt auf die Größe des Gartens an und auch auf den Bedarf. Hat man kaum Blumenbeete zu versorgen, ist ein großer Komposthaufen nicht sinnvoll, da man im Endeffekt nicht weiß, wo man den Kompost ausbringen soll. Der Standort für den Kompost sollte geschützt sein, vor allem direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Nicht alles gehört auf den Kompost

Viele sind in dem Glauben, dass man alles was auch in der Biotonne landet, auch auf einem Kompostplatz ausgebracht werden kann. Doch dem ist nicht so. Es gibt Materialien, die sind dort sinnvoll, andere nicht. Hier ein grober Überblick:

Das darf auf den Kompost

  • Gras
  • Laub
  • Pflanzenteile (sofern sie nicht krank sind)
  • Obst und Gemüse
  • Holzabfälle (nicht behandelt)
  • Heu, Stroh
  • Küchenabfälle wie Obstschalen, Eierschalen, Gewürze, ungekochtes Essen (Nudeln, Reis)
  • Papier (in geringen Mengen)

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass man all das, was in einem Garten an Abfall anfällt, auch auf den Kompost ausbringen kann. Abgeraten wird von kranken Pflanzen, da die Krankheitserreger im Kompost überleben können und bei der Einarbeitung in die Erde wieder auf andere Pflanzen überspringen können. Holzabfälle, wie zum Beispiel Äste vom Baumschnitt, sollten zerkleinert werden.


Das gehört nicht auf den Kompost

  • Essensabfälle wie Fleisch, Fisch, Käse, Wurst, gekochte Nudeln, Reis etc.
  • Pflanzen oder Pflanzenteile, die Krankheiten aufweisen
  • Unkräuter
  • Kleintierstreu
  • Behandelte Hölzer
  • Behandelte Ostschalen
  • Asche, Kohle

Einige Dinge haben auf dem Kompost nichts verloren. Essensreste sind deswegen nicht geeignet, weil diese Ungeziefer und vor allem Ratten anziehen könnten. Pflanzen die Krankheiten aufweisen sollten ebenfalls in die Biotonne. Auf dem Kompost könnten sich die Erreger vermehren und beim Ausbringen auf gesunde Pflanzen übergreifen. Ebenso haben Unkräuter dort nichts zu suchen, da sie sich weiter vermehren könnten. Asche und Kohle sind ungeeignet, da sie mit Schwermetallen belastet sind.

Wer diese kleinen Regeln beachtet, der wird einen nährstoffreichen Kompost erhalten, der für ein gesundes Wachstum aller Pflanzen sorgt. Kompost ist zirka nach einem Jahr fertig zur Ausbringung, sollte zwischendurch aber immer wieder mal umgeworfen werden. So verrottet der Kompost gleichmäßiger. Auch eine Teilung des Kompostes ist sinnvoll. Da immer wieder frischer Kompost dazukommt, sollte man einen Haufen für frische Abfälle reservieren, einen für Abfälle, die bereits ein fortgeschrittenes Stadium der Kompostierung aufweisen und ein Haufen, aus dem man fertigen Kompost entnehmen kann. Wer den Platz dazu nicht hat, kann natürlich auch mit einem Haufen auskommen, muss hier nur öfter umschichten, um den fertigen Kompost, der weiter unten zu finden ist, verwenden zu können.

Fazit: Teurer Dünger und Komposterde aus dem Baumarkt oder der Gärtnerei müssen nun nicht mehr gekauft werden. Ab sofort hat man seine eigene Kompostproduktion im Garten und kann so für einen nährstoffreichen Boden sorgen und sich auf gesunde Pflanzen freuen.

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