Stromfresser Wäschetrockner – So lässt sich der Trockner energiesparend verwenden

Der Wäschetrockner gehört zu den praktischsten Haushaltsgeräten, aber zeitgleich auch zu den größten Stromfressern. Mit einigen Tricks lassen sich die Stromkosten allerdings minimieren.

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Der Wäschetrockner ist ein Stromfresser. Wir helfen Ihnen, den Trockner energiesparend zu verwenden. / © Monkey Business – stock.adobe.com

Kühl- und Gefrierkombination, Waschmaschine, Backofen und Herd gehören zu den Standard-Geräten in einem Haushalt. Anders sieht es bei Wäschetrocknern aus. Er gehört zwar weiterhin nicht zu den Standards, aber gerade bei Familien mit mehreren Kindern gehört dieses Haushaltsgerät zu den beliebtesten Luxus-Gegenständen überhaupt. Laut einer Statistik von statista.com besaßen im Jahr 2016 41,1 Prozent einen Wäschetrockner – Tendenz steigend. Kein Wunder, denn sie stellen eine wertvolle Unterstützung bei der Hausarbeit dar. Schließlich entfällt lästiges Aufhängen und Abnehmen der Wäsche.

Ein Haken haben diese Geräte aber dennoch – sie sind wahre Stromfresser. Die Kosten unterscheiden sich natürlich je nach Effizienzklasse der Geräte. Beispielsweise verbraucht ein Wäschetrockner mit einem Fassungsvermögen von 7 kg und der Effizienzklasse A+++ rund 52 Euro im Jahr. Dieses Gerät gehört dann allerdings zu den sparsamsten seiner Geräteklasse. Je nachdem wie alt der Trockner ist, hat er eine geringere Effizienz und kostet dementsprechend im Jahr deutlich mehr. Alte Geräte können so schon mal mit 140 – 150 Euro im Jahr zu Buche schlagen.

Wer den Trockner jetzt am liebsten abschalten und aus dem Haus verbannen möchte, dem sei gesagt, dass sich diese Kosten mit einfachen Tricks minimieren lassen.

Stromkosten beim Wäschetrockner reduzieren – So einfach geht’s

➡️ Die Wahl des richtigen Trockners

Trockner ist nicht gleich Trockner. Es wäre ja auch zu schön. Es gibt drei verschiedene Arten:

  • Ablufttrockner
  • Kondensationstrockner mit Wärmepumpe
  • Kondensationstrockner ohne Wärmepumpe

Ablufttrockner sind insbesondere günstig in der Anschaffung und im Stromverbrauch, benötigen allerdings ein geöffnetes Fenster oder einen Mauerdurchbruch, um die Luft ins Freie zu leiten. Anders sieht das aber bei Kondensationstrocknern aus. Wer mehr über die einzelnen Trockner, die Vor- und Nachteile und die unterschiedlichen Nutzungskosten erfahren möchte, findet unter test.de einen optimalen Überblick.

Für welches Gerät Sie sich schlussendlich entscheiden, hängt von Ihren Ansprüchen und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Ein weiteres wichtiges Kriterium beim Kauf eines Trockners ist natürlich auch die Energieeffizienzklasse des Gerätes. Alle Geräte müssen heutzutage mit dem EU-Energie-Label gekennzeichnet sein, sodass schon beim ersten Blick erkennbar ist, ob es sich um ein stromsparendes Modell oder gar um einen Stromfresser handelt. Dabei ist A+++ das mittlerweile beste Produkt und D das schlechteste. Weitere Informationen zu den Energieeffizienzklassen finden Sie unter umweltbundesamt.de.

» Extra-Tipp: Für Sie sind die ganzen Zahlen und Buchstaben auf den Energielabeln „Böhmische Dörfer“? Unter co2online.de finden Sie Erklärungen für alle Symbole und Zeichen.

➡️ Schleudern das A und O

Ein stromsparendes Gerät ist aber nicht alles. Sie können noch mehr tun, um die Stromkosten beim Trockenvorgang zu senken. Dazu gehört es beispielsweise auch, die Wäsche mit einer geringen Restfeuchte in den Trockner zu geben. Schon in der Waschmaschine beginnt also der Sparprozess. Schleudern Sie Ihre Wäsche mit einer hohen Drehzahl und halten Sie dadurch die Restfeuchte so gering wie möglich.

Die Restfeuchte wird in Prozent angegeben – 100 Prozent Restfeuchte entspricht rund 1 Liter Feuchtigkeit in einem Kilogramm Wäsche. Je höher die Schleuderumdrehungen gewählt werden, desto niedriger ist die Restfeuchte.

SchleuderzahlRestfeuchte
500 U/min86 Prozent
800 U/min70 Prozent
1000 U/min57 Prozent
1200 U/min53 Prozent
1300 U/min51 Prozent
1400 U/min50 Prozent
1500 U/min49 Prozent
1600 U/min44-48 Prozent
1800 U/min42-43 Prozent

Quelle: verbraucherzentrale.de

» Kleiner Hausfrauen-Tipp: Je höher die Schleuderdrehzahl gewählt wird, desto knittriger wird die Wäsche. Hohe Drehzahlen also nur verwenden, wenn die Wäsche anschließend im Wäschetrockner landet.

➡️ Trockner regelmäßig reinigen

Damit der Trockner seine ganze Kraft in die Trocknung der Wäsche stecken kann, ist es wichtig, dass das Flusensieb immer sauber ist. Je dreckiger das Sieb ist, desto mehr Aufwand muss der Trockner betreiben, um die Wäsche zu trocknen. Mehr Aufwand bedeutet dementsprechend mehr Zeit und höhere Stromkosten.

Gewöhnen Sie sich am besten an, nach jedem Vorgang das Flusensieb zu säubern.

➡️ Trommel voll beladen

Einzelne Kleidungsstücke sollten in einem Trockner nichts zu tun haben. Nutzen Sie immer die volle bzw. bestmögliche Fassungsvermögen aus. Wer nur wenig Wäsche trocknet, verschwendet Energie.

Optimales Programm wählen

Ein Trockner bietet nicht nur ein Programm, sondern gleich mehrere. Von Bügeltrocken über Schranktrocken bis hin zu Extratrocken ist alles dabei. Wer seine Wäsche im Anschluss noch bügelt, muss nicht unbedingt „schranktrocken“ trocknen. Schließlich wird in den häufigsten Fällen die Wäsche ohnehin noch angefeuchtet, um ein optimal glattes Bügelergebnis zu bekommen.

➡️ Wäsche an der Luft trocknen

Sommer, Sonne und eine leichte Brise – das sind die optimalen Bedingungen, um seine Wäsche auch draußen trocknen zu können. Wer die Möglichkeit hat, einen Wäscheständer auf den Balkon, die Terrasse oder den Garten zu stellen, sollte die Chance nutzen. Kostengünstiger geht es nicht.

➡️ Stromanbieter überprüfen

Sie haben alle Tipps beherzigt, aber die Stromkosten schellen noch immer in die Höhe? Dann ist es höchste Zeit, seinen Stromanbieter mal genau unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht ist sogar ein Anbieterwechsel sinnvoll. Die Konkurrenz schläft nicht. Die Auswahl an Stromanbietern ist groß und ein Wechsel sogar innerhalb weniger Minuten möglich. Den günstigsten Anbieter aus über 8.000 Tarifvarianten können Sie kostenlos mit unserem Vergleichsrechner ermitteln.

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