Handtücher waschen und trocknen: So halten sie länger!

Handtücher sind täglich in Gebrauch und können dadurch schnell verschleißen. Mit der passenden Pflege bleiben sie länger schön.

Handtücher waschen und trocknen
Damit Handtücher lange halten, kommt es auf die passende Pflege an – © tashka2000 / stock.adobe.com
Handtücher müssen wirklich viel aushalten. Tagtäglich nutzen wir sie, um uns damit abzutrocknen – ob nach dem Händewaschen oder nach dem Duschen oder Baden. Hinzu kommt häufiges Waschen und Trocknen. Infolgedessen können sie schon nach relativ kurzer Zeit unansehnlich werden. Gerade für Gäste möchte man solche Handtücher nicht mehr verwenden. Nicht selten werden Sie dann einfach durch neue Handtücher ersetzt. Das ist jedoch überhaupt nicht nötig, wenn Sie einige Dinge bei der Pflege Ihrer Handtücher beachten. Dadurch sparen Sie nicht nur Geld, Sie schonen auch die Umwelt.

Beim Kauf von Handtüchern auf Qualität achten

Sie sind auf der Suche nach neuen Handtüchern? Dann sollten Sie beim Kauf auf eine hohe Qualität achten, damit Sie lange Freude daran haben. Namhafte Markenhersteller wie Möve bieten eine breite Palette an qualitativ hochwertigen Gästehandtüchern, Duschtüchern oder auch Saunatüchern an. Aber auch hier sollten Sie nicht blind zugreifen. Hier sollten Sie ebenfalls einige Kriterien berücksichtigen.

Frottier statt Frottee

Suchen Sie nach einem hochwertigen Frottierhandtuch, sollten Sie auf die genaue Bezeichnung achten. Denn Frottee kling sehr ähnlich, ist aber aufgrund der Verarbeitung qualitativ minderwertiger:

 FrottierhandtücherFrotteehandtücher
Schlingen• ins Handtuch gewebt
• auf beiden Seiten des Handtuchs
• Garn weist Schlingen auf
• in der Regel nur auf einer Seite des Handtuches
lose Fädeneinzelne gelöste Fäden können vorsichtig abgeschnitten werdenschneidet man lose Fäden ab, entsteht schnell ein Loch im Stoff

Gute Verarbeitung

Die Verarbeitung ist ein sehr wichtiges Kriterium für die Qualität von Handtüchern. Hier sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  • Nähte
    → Sie sollten gerade sein!
    → Die Abstände zwischen den Stichen sollten klein und gleichmäßig sein!
  • Geruch
    → Das Handtuch sollte nicht chemisch riechen!
  • Schlingen
    → Die Schlingen auf dem Handtuch sollten intakt sein und keine losen Fäden aufweisen!

Passender Materialmix

Handtücher aus reiner Baumwolle bieten den Vorteil, dass sie sehr saugfähig sind. Allerdings trocknet Baumwolle schlechter als Kunstfasern. Deshalb ist ein Materialmix aus Baumwolle und Kunstfasern eine gute Alternative. Hierbei sollte der Baumwollanteil aber bei mindestens 60 Prozent liegen.

Qualitätssiegel

Achten Sie beim Kauf von Handtüchern auf vorhandene Siegel. So steht etwa das Siegel „Öko-Tex® Standard 100“ dafür, dass das Handtuch keinerlei Schadstoffe enthält und somit gesundheitlich unbedenklich ist.

Was ist beim Waschen von Handtüchern zu beachten?

Handtücher waschen
Vermeiden Sie Fehler beim Waschen der Handtücher – © Mihail / stock.adobe.com
Es ist eigentlich nicht schwer, Handtücher zu waschen. Dennoch treten immer wieder Fehler auf, die sich negativ auf die Qualität der Handtücher ausüben können. Deshalb habe ich für Sie einige Tipps zum Waschen von Handtüchern.

Tipp #1: Handtücher sortieren!

Wie bei anderer Wäsche auch, ist es wichtig, dass Sie die Handtücher nach Farben sortieren. Um Verfärbungen zu vermeiden sollten Sie dunkle, bunte und helle Handtücher trennen.

Auch die Waschtemperatur sollten Sie berücksichtigen. Schauen Sie am besten im Waschetikett nach, bei welcher Temperatur das jeweilige Handtuch gewaschen werden darf. Vermeiden Sie es, die angegebene Waschtemperatur zu überschreiten.

Hinweis: Möchten Sie ein Handtuch mit der normalen Wäsche in die Waschmaschine geben, sollten Sie bedenken, dass sich Reißverschlüsse, Klettverschlüsse oder kleine Häkchen im Handtuch verfangen und so die Fasern schädigen können.

Tipp #2: Handtücher regelmäßig waschen!

Da Handtücher immer wieder feucht werden, können sich hier Bakterien tummeln. Aus diesem Grund sollten Sie diese nicht zu lange nutzen. Empfohlen ist es, Handtücher nach jedem dritten Gebrauch zu waschen.

Tatsächlich entscheiden Sie aber selbst nach eigenem Ermessen, wann Sie Ihre Handtücher waschen. Zumal Sie die Bakterienbildung verringern können, indem Sie die Handtücher immer ordnungsgemäß auf einem Handtuchhalter oder auf der Heizung trocknen. Dann reicht es aus, wenn Sie die Handtücher alle ein bis zwei Wochen waschen.

Tipp #3: Passendes Waschmittel für die Handtücher verwenden!

Beim Waschen von Handtüchern sollten Sie je nach Farbe verschiedene Waschmittel verwenden. So sollten bei farbigen und dunklen Textilien generell Colorwaschmittel oder alternativ Feinwaschmittel zum Einsatz kommen. Diese erhalten die Farben und die Leuchtkraft er Textilien und setzen sich nicht auf den Fasern ab. Bei weißen Textilien haben sich Vollwaschmittel bewährt. Diese enthalten oft optische Aufheller und Bleichmittel, welche das Weiß wieder zum Strahlen bringen.

Hinweis: Achten Sie immer auf die korrekte Dosierung des Waschmittels. Sowohl zu viel als auch zu wenig Waschmittel wirkt sich negativ auf die Waschleistung aus.

Tipp #4: Handtücher ohne Weichspüler waschen!

Der Einsatz von Weichspüler beim Waschen von Handtüchern ist sehr umstritten. Er sorgt dafür, dass die Fasern der Handtücher geschmeidig bleiben und wunderbar weich auf der Haut sind. Jedoch legt er sich um die Fasern, sodass diese nicht mehr so viel Feuchtigkeit aufnehmen können.

Hinweis: Wird der Weichspüler zu hoch dosiert, macht er die Handtücher nicht kuschelig weich, sondern hart.

Tipp #5: Handtücher möglichst heiß waschen!

Handtuch mit Waschetikett
Überschreiten Sie nicht die auf dem Waschetikett angegebene Temperatur – © vfhnb12 / stock.adobe.com
Wie bereits erwähnt, können Handtücher richtige Bakterienherde sein. Um diese wieder keimfrei sauber zu bekommen, müssen Sie möglichst bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Hierzu eignen sich die Waschprogramme Buntwäsche, Normal oder Eco.

Hinweis: Schauen Sie immer aufs Waschetikett. Denn einige Handtücher dürfen Sie nur bei geringen Temperaturen waschen. Bei diesen sollte am besten ein Hygienespüler verwendet werden, welcher die Keime effektiv ab tötet.

Wie trocknet man Handtücher am besten?

Neue Handtücher sind noch kuschelweich. Nach dem ersten Waschen kommt dann die Ernüchterung: Die Handtücher sind so gar nicht mehr weich, sondern recht hart. Das liegt daran, dass sich die Fasern beim Waschen kreuz und quer legen. Beim Trocknen verfestigt sich diese Struktur und das Handtuch fühlt sich hart und rau an. Diese sogenannte Trockenstarre können Sie vermeiden. Am einfachsten ist es, die Handtücher in den Wäschetrockner zu geben. Durch die kontinuierliche Bewegung werden die Fasern gelockert und das Handtuch wird angenehm weich. Besitzen Sie keinen Trockner oder wollen Sie Strom sparen, können Sie die Handtücher auch draußen auf der Leine aufhängen. Durch leichten Wind bleiben die Handtücher in Bewegung, sodass die Fasern gelockert und die Handtücher nicht hart werden.

Was tun, wenn die Handtücher nicht mehr schön sind?

Zwar können Sie mit den passenden Pflegemaßnahmen die Lebensdauer Ihrer Handtücher verlängern, aber auch Sie sind irgendwann nicht mehr so ansehnlich. Das ist aber kein Grund, sie wegzuwerfen. Wenn Sie kreativ sind, können Sie Ihre alten Handtücher upcyceln.

Sind Ihre Handtücher einfach nur hart und kratzig und Sie bekommen sie nicht mehr weich? Dann gehen Sie einfach wie folgt vor:

Mischen Sie in einem Eimer oder einer Wanne Haushaltsessig und heißes Wasser im Verhältnis 1:2. Zu diesem Gemisch können Sie eine Tasse Natron hinzugeben, um eventuell vorhandene Flecken aus den Handtüchern zu lösen. Geben Sie anschließend die harten Handtücher hinein und lassen sie mindestens für eine Stunde – besser aber über Nacht – einweichen. Danach geben Sie die Handtücher in die Waschmaschine und füllen ein Glas Essig in das Waschmittelfach. Waschen Sie sie bei 60 Grad und trocknen sie anschließend wie oben beschrieben.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*