Private Zusatzversicherungen

Zahnzusatzversicherung

Die Wichtigste von allen ist wohl die Zahnzusatzversicherung. Besonders sinnvoll ist diese Versicherung vor allem dann, wenn man entweder unter Parodontitis leidet, denn hier ist abzusehen, dass es in Zukunft zu Zahnverlusten kommen wird. Auch wenn bereits viele Füllungen vorhanden sind, kann davon ausgegangen werden, dass es zu weiteren Behandlungen in Form von Zahnersatz, Kronen und Inlays kommen wird. Nach einer Wurzelbehandlung sind Zähne anfälliger und so muss auch hier auf absehbare Zeit mit Verlusten gerechnet werden.

Beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sollten Sie vor allem darauf achten, dass folgende Leistungen mit aufgeführt werden: Verblendungen bei Kronen und Brücken, Inlays, Wurzelbehandlungen und Implantate. Als Material für Verblendungen und Inlays sollten Gold oder Keramik aufgeführt sein. Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung führt zu einer Verringerung des Eigenanteils bei notwendiger Behandlung bis hin zum Entfallen des Eigenanteils.

Zusatzversicherung für Sehhilfen

Eine weitere sinnvolle Zusatzversicherung kann für die Sehhilfe abgeschlossen werden. Bei Brillen oder Kontaktlinsen gibt es bei den Krankenkassen eine Versorgungslücke, denn sie sind nicht verpflichtet ein schönes Modell zu finanzieren, sondern nur ein funktionales. Hier ist eine Zusatzversicherung sinnvoll, bei der der Eigenanteil reduziert wird bis hin zur vollständigen Bezahlung. Der Monatsbeitrag richtet sich nach den prozentualen Erstattungsbeiträgen.

Einfache Brillen gibt es zwar schon für 10 oder 20 Euro, aber es kann auch ganz schnell ziemlich teuer werden, etwa wenn für die Gläser besondere Schliffe wie bei Gleitsichtbrillen oder Tönungen notwendig werden. Über eine solche Zusatzversicherung sollten Sie im Rahmen eines Besuches beim Augenarzt gesprochen werden, denn wer über eine einwandfreie Sehkraft verfügt, der wird eine solche Versicherung nicht unbedingt brauchen.

Tagegelder im Krankheitsfall

Wird ein längerer Krankenhausaufenthalt notwendig, ist der Abschluss einer Krankenhaustagegeldversicherung von Vorteil. Denn zusätzlich zu den Kosten, die von der Kasse übernommen werden, können durch solch eine Zusatzversicherung weitere Kosten abgedeckt werden. Mit der Versicherung wird ein Tagessatz ausgemacht, danach richtet sich dann der zu zahlende Beitrag.

Ähnlich auch das Kurtagegeld, das bei einem Kuraufenthalt einen bestimmten Betrag pro Tag auszahlt.

Vor allem für Selbstständige ist eine Krankentagegeldversicherung zu empfehlen. Diese greift bei einer längeren Krankheit, allerdings ohne Aufenthalt in einem Krankenhaus. Hier wird von der Kasse der Ausfall an Einkommen übernommen, allerdings nur bis zur Höhe des tatsächlichen Einkommens, nicht darüber.

Zusatzversicherung für alternative Heilverfahren

Viele Menschen nutzen neben der Schulmedizin auch die Dienste von Heilpraktikern. Selbst für nachgewiesenermaßen erfolgreiche Verfahren wie Akupressur und Akupunktur werden nur in wenigen Fällen die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Um hier eine gewisse Sicherheit zu haben, kann man eine so genannte Heilpraktikerzusatzversicherung abschließen, die dann entstehende Kosten von alternativen Heilverfahren übernimmt.

Allerdings besteht hier ähnlich wie zur Krankenversicherung ein Leistungskatalog und man sollte vor dem Abschluss der Versicherung abklären, dass favorisierte Behandlungen auch darunter zu finden sind. Wichtige Maßnahmen sind Akupunktur, Heil- und Arzneimittel, Phytotherapie und Hydrotherapie. Die Höhe der zu erstattenden Leistungen richtet sich nach der Höhe des monatlichen Beitrags.

Allerdings bietet nicht alle Kassen eine solche Zusatzversicherung für alternative Heilmethoden an, deshalb sollten Sie sich gegebenfalls bei Ihrer Kasse informieren.


Auslandsreisekrankenschutz

Für viele Europäische Länder gilt im Rahmen der Sozialversicherungsabkommen auch ein Krankenversicherungsschutz, die es einem in Deutschland Versicherten ermöglicht, im Krankheitsfall vor Ort medizinisch behandelt zu werden. Dieses Sozialversicherungsabkommen gilt aber nicht weltweit, daher heißt es, für die meisten Länder eine Zusatzversicherung für Auslandsreisekrankenschutz abzuschließen.

Diese Zusatzversicherung ist wirklich sinnvoll, denn sie deckt die Kosten für einen Arztbesuch, einen Krankenhausaufenthalt, bis hin zu einem Rücktransport aus dem Urlaubsland ab, wenn mit diesem kein Sozialversicherungsabkommen geschlossen wurde und somit diese Leistungen nicht von der Kasse übernommen werden. Wenn man die Kosten für eine Krankenhausaufenthalt und den Rücktransport mit denen für einen Auslandsreisekrankenschutz vergleicht, dann spricht eigentlich alles für eine Zusatzversicherung. Wer viel reist, der ist mit einer fortlaufenden Police sogar noch besser beraten, als mit einer einmaligen Versicherung.

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