Geld anlegen für die Rente – Inflation beachten!

Geld anlegen Rente
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Fast täglich kommen wir in irgendeiner Weise mit den Themen „Sparen“, „Vorsorge“ und „Rente“ in Berührung. Entweder, weil die Rentner wieder eine Nullrunde erwartet, oder weil der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung steigt, weil die Finanzkrise und die kommende oder nicht kommende Inflation wieder in den Schlagzeilen sind, oder weil man einmal mehr daran erinnert wird, wie man es am Geschicktesten anstellt, später einmal genügend Rente zu haben, um nicht zum Sozialfall zu werden.

Man muss nicht immer wieder betonen, dass die gesetzliche Rente nicht ausreicht und man sich privat in irgendeiner Form absichern sollte. Und dennoch gibt es immer noch viel zu viele Menschen, die sich darüber noch keine Gedanken gemacht haben, geschweige denn aktiv geworden sind. Viele von ihnen wissen nicht einmal, was eigentlich heute zurückgelegt werden muss, um im Rentenalter über die Runden zu kommen.

Rente berechnen – Eine Formel gibt Aufschluss

Zugegeben, es ist auch nicht einfach. Schon allein deshalb nicht, weil das Geld, das man heute anspart, in 30 Jahren mit Sicherheit nicht mehr den Wert aufweisen wird, den es noch heute hat. Grund ist die Inflation, die natürlich weiter fortschreitet. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass man durch Geldanlagen Zinsen erhält. Und diese liegen meist über der Inflation. Das bedeutet, dass man den Verlust des Geldwertes durch die Zinsen ausgleicht. Hierauf muss man nicht auch noch Rücksicht nehmen.

Kommen wir aber nun zu einer Formel, die einem Aufschluss darüber gibt, wie viel man monatlich sparen sollte, um im Rentenalter mal das Zusatzeinkommen zu haben, das man anstrebt. Bei dieser Formel muss man sich überlegen, wie viel zusätzliche Rente man haben möchte, muss dann diese Zahl mit 300 multiplizieren (die Zahl 300 ist dabei die Anzahl der Monate, die einer garantierten Rente von 25 Jahren entsprechen. Möchte man auf 20 Jahre rechnen, dann muss man entsprechend 240 Monate nehmen). Diese Summe wird nun mit der Summe der Monate dividiert, die man bis zum Rentenalter noch hat. Zwei Beispiele sollen dies verdeutlichen:

  • Frau Maier möchte 500 € zusätzliche Rente haben, ist heute 40 Jahre, hat bis zur Rente also noch 27 Jahre zu arbeiten: 500 x 300 = 150.000 / 324 (27 Jahre x 12 Monate) = 463 €. Frau Maier müsste also monatlich bis zu Ihrem 67. Lebensjahr 463 € anlegen, um eine monatliche Rente von 500 € auf 25 Jahre gerechnet zu erhalten.
  • Herr Müller möchte 400 € zusätzliche Rente haben, ist heute 20 Jahre, hat bis zur Rente also noch 47 Jahre zu arbeiten: 400 x 300 = 120.000 / 564 = 213 €.

Zu beachten ist, dass man das Geld anlegen und nicht einfach zurücklegen und vielleicht im Sparstrumpf oder auf einem niedrig verzinsten Konto deponieren sollte. Je mehr Zinsen erwirtschaftet werden, umso leichter ist es, die Inflation auszugleichen.


Geld anlegen für die Rente

Wer sich nun entschieden hat, für später vorzusorgen, der steht noch immer da und weiß nicht, wie er das am günstigsten anstellen sollte. Ideal ist es, mehrgleisig zu fahren, als eine Summe in eine Sache zu investieren.

  1. Wenn einem der Staat schon Fördermittel anbietet, dann sollte man diese auch nutzen. Bei Angestellten ist das die Riesterrente, die einen jährlichen Zuschuss vom Staat mit derzeit 678 € auf eine vierköpfige Familie verspricht. Ledige können immer noch mit einem Zuschuss von 154 € rechnen, Verheiratete mit 308 €.
  2. Ein weiterer Teil der Rentenrücklage sollte in Festverzinstes angelegt werden. Hier bieten sich Festgelder oder auch Sparbriefe an.
  3. Wer mit einem gewissen Risiko leben kann, der tut gut daran, einen Teil in Fonds anzulegen. Gute Beratung tut hier Not, vor allem in Krisenzeiten. Wer das Risiko nicht eingehen will, der investiert am besten in Punkt vier.
  4. Die beste Vorsorge ist immer noch das Eigentum. Die eigene Wohnung oder das eigene Haus.

Es ist – zugegeben – nicht immer einfach, Monat für Monat eine gewisse Summe auch tatsächlich zurück zu legen. Wer später einmal das Geld haben möchte, das er sich wünscht, der sollte hier aber keine Kompromisse machen und eisern die entsprechende Summe sparen. Wenn die finanzielle Lage die ausgerechnete Größenordnung nicht zulässt, dann sollte man zumindest einen kleinen Teil – eben den, der möglich ist – zurücklegen. Besser das, als gar nichts. Erhöhen kann man im Laufe der Zeit immer noch.

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