Haus bauen – So reduzieren Sie die Kosten!

Beim Hausbau sparen
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Die Gründe um selbst zu bauen sind vielfältig. Die einen bauen, da sie im Alter keine Miete mehr zahlen wollen, andere wollen einfach aus desolaten Mietverhältnissen heraus und nur noch sich selbst Rechenschaft schuldig sein. Aber der Bau des eigenen Hauses kann schnell zu einem finanziellen Fiasko führen.

Meistens ist eine solche Entwicklung auf eine fehlerhafte Planung zurückführen. Fehleinschätzungen hinsichtlich Material- und Zeitaufwand, was man in Eigenleistung erbringen kann und was man lieber Profis überlassen sollte, oder Ausgaben für eine besondere Ausstattung des Hauses können die Kosten explodieren lassen und die finanzielle Planung über den Haufen werfen. Daher ist eine detaillierte Bauplanung das A und O, um die Kosten niedrig bzw. im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu halten.

Je kleiner, desto günstiger

Bei der Planung gibt es Überlegungen, die jeder Bauherr für sich klären sollte, denn sie bestimmen den Preis erheblich. Zunächst einmal sollten Sie sich fragen: Wie groß möchte ich bauen? Dabei spielen Wohnfläche und Grundstücksfläche eine Rolle und in der Regel heißt es, je kleiner desto günstiger.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Haus mit nur 100 Quadratmetern Wohnfläche? Auch wenn sich das erst einmal klein anhört, so sind damit auch Vorteile verbunden. Es ist eine überschaubare Größe, die besonders im Alter besser zu versorgen ist. Da machen 30 oder 50 Quadratmeter schon einen Unterschied, auch hinsichtlich der Energiekosten. Allein wenn die erwachsenen Kinder aus dem Haus sind, stehen viele Eltern vor ungenutzten Räumen.

Die Anzahl der Zimmer, die Ihnen vorschwebt, muss nicht unbedingt reduziert werden. Planen Sie die Zimmer einfach zwei bis drei Quadratmeter kleiner. Lassen Sie das Potential von Fluren nicht ungenutzt und planen Sie lieber Durchgangszimmer. So schaffen Sie zusätzlichen Wohnraum, anstatt Platz unnötig zu verschenken. Preislich gesehen kostet der Bau von Fluren ähnlich viel wie ein normales Zimmer.

Sonderwünsche kosten zusätzlich

Bei der Planung sollten Sie nicht unterschätzen, was Sonderwünsche für Kosten verursachen. Halten Sie es demnach einfach und verzichten Sie auf Sonderausstattungen, besonders wenn sie später bequem nachzurüsten sind, wie etwa Einbauten beim Badezimmer. Die Standardausstattung ist bei vielen Bauträgern auch schon ohne Mehrkosten zu bekommen. Einfaches Bauen bedeutet auch, dass man gerade Linien bevorzugt. So sollten Grundrisse möglichst viereckig sein und ohne Erker, Giebel oder Terrasse geplant werden, da sich die Mehrkosten für solche Anbauten schnell summieren. Ein kleiner Erker von einem Meter Breite und zwei Metern Tiefe kann zwischen 4.000 und 6.000 Euro kosten. Ein Balkon mit nur fünf Quadratmetern kostet schnell man 7.000 Euro zusätzlich.

» Haus bauen – So reduzieren Sie die Kosten! – Teil 2

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