Autoreifen wechseln leicht gemacht – So können Sie Kosten sparen

Für den Reifenwechsel extra in die Autowerkstatt fahren? Das muss nicht sein. Mit dem richtigen Werkzeug und etwas Kraft können Sie die Autoreifen auch selber wechseln.

Autoreifen wechseln
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Zweimal im Jahr geht es dem Auto an die Reifen – einmal im Sommer, einmal im Winter. Doch muss es denn immer die Werkstatt sein? Nicht unbedingt, auch zu Hause gelingt der Reifenwechsel und dabei können Sie sogar bares Geld sparen. Mit diesen Tipps ist Ihr Wagen im Rekordtempo fit für die Straße.

Welches Werkzeug brauche ich für den Reifenwechsel?

Reifen wechseln sich nicht von selbst. Nur mit dem richtigen Werkzeug gelingt der Wechsel. Diese Helfer benötigen Sie im Werkzeugkoffer:

  • Wagenheber: Erste Wahl ist ein Rangierwagenheber. Doch keine Sorge: Wer nur zweimal im Jahr Reifen wechselt, ist auch mit einem gewöhnlichen Fahrzeugwagenheber gut beraten.
  • Radkreuz: Selbst leichter Rost an den Radmuttern bringt den Alleskönner nicht aus dem Konzept.
  • Drehmomentschlüssel: Mit ihm im Equipment drehen Muttern oder Radbolzen nicht mehr so schnell durch.
  • Drahtbürste: Zuverlässig beseitigt sie Rost und Schmutz von Bremssätteln und Radschrauben.

Ist der Werkzeugkoffer nicht auf dem neusten Stand, rüsten Sie vor dem Reifenwechsel nach. Passende Bauteile finden Sie bei daparto.de. Die Ersatzteile für das eigene Auto bei daparto.de stammen von mehr als 140 verschiedenen, eingehend geprüften Händlern. Detaillierte Produktbeschreibungen helfen Ihnen bei der Auswahl.

Wie wechsle ich meine Reifen?

1. Schritt: Ziehen Sie die Handbremse an.

2. Schritt: Lösen Sie die Radmuttern an.

3. Schritt: Drehen Sie die Schrauben komplett heraus.

4. Schritt: Lösen Sie vorsichtig das Rad ab.

5. Schritt: Bringen Sie das neue Rad mitsamt Reifen an.

6. Schritt: Drehen Sie die Schrauben leicht ein.

7. Schritt: Fixieren Sie die Schrauben mit dem Drehmomentheber.

Nachfolgend alle Schritte noch einmal ausführlich im Video erklärt plus hilfreiche Tipps vom Profi:

Wie ermittle ich die richtige Reifengröße?

Der einfachste Weg zur Reifengröße führt über die Reifenseite, die Flanke. Hier befindet sich die Reifenkennzeichnung. Der Code aus Ziffern und Zahlen liefert Ihnen die wichtigsten Informationen. So könnte er aussehen: 245 / 45 R16 91V*. Nun entschlüsseln Sie die Abfolge mit der Reifengrößentabelle:

  • Breite: Den ersten drei Ziffern entnehmen Sie die Breite in Millimetern.
  • Profilquerschnitt: Die Zahl hinter dem Schrägstrich steht für das Verhältnis von Reifenbreite zu Reifenhöhe.
  • Reifenbauart: Der Buchstabe im Code verrät die Bauart des Reifens. Möglich ist D für Diagnolareifen oder R für Radialreifen.
  • Felge: Die Zahl direkt nach dem Reifenart-Letter gibt den Reifendurchmesser in Zoll an.

Sommerreifen, Winterreifen oder lieber Ganzjahresreifen?

Sommerreifen und Winterreifen sind ein- und dasselbe? Dem widerspricht der Experte. Jede Saison verlangt einen eigenen Reifentyp. Im Winter braucht es eine weichere Gummimischung. Selbst auf vereister Straße und bei Minusgraden verliert sie nicht den Halt. Für die notwendige Elastizität sorgt ein hoher Anteil an Kautschuk.

Im Sommer ist das weiche Profil jedoch ein Nachteil. Die Profilblöcke geben beim Abrollen schneller nach und verlieren an Stabilität. Vor allem mit schwerem Gepäck lässt das Fahrgefühl zu wünschen übrig – ob bei Urlaubsgepäck oder Gartengeräten. So ist der Winterreifen im Sommer nicht die sicherste Wahl.

Als Alternative zum jährlichen Reifenwechsel bieten sich Ganzjahresreifen an. Bei gemäßigtem Klima machen sie 365 Tage im Jahr einen guten Job. Vor allem in schneearmen Regionen oder bei langen Fahrpausen macht sich der Reifensatz bezahlt.

Reifen instand halten und Kosten senken – So klappt’s

Autoreifen Pflege
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Gute Nachrichten: Wer vorausschauend fährt, schont seine Reifen. Bis zu zehn Jahre lang bleiben sie Ihnen bei guter Führung erhalten. Spätestens nach einem Jahrzehnt aber ist ein Wechsel fällig.

Doch Vorsicht: Einige Reifen altern schneller als andere. Sind sie häufig UV-Licht, Nässe und Hitze ausgesetzt, wird das Gummi früher rissig. Dasselbe gilt für Reifen im Dauereinsatz. Vielfahrer sollten das Material öfter kontrollieren. Sicher ist sicher.

Das ist aber nur einer von vielen wichtigen Punkten, die Sie in Bezug auf Ihre Autoreifen beachten sollten. Nachfolgend noch mehr wichtige Hinweise zur Reifenpflege und -instandhaltung:

❍ Rechtzeitig wechseln:

Auf das richtige Timing kommt es bei der Instandhaltung der Reifen an. Wechseln Sie Ihre Reifen pünktlich im Frühjahr und im Herbst. Die Faustregel lautet von “O bis O” – von “Ostern bis Oktober“. Je pünktlicher Sie wechseln, desto besser schützen Sie die Beschichtung der Reifen.

❍ Reifendruck prüfen:

Bei einem niedrigen Reifendruck riskieren Sie nicht nur Pannen und Unfälle. Auch die Lebensdauer der Reifen steht auf dem Spiel. Je öfter Sie den Druck überprüfen und optimieren, desto besser. Doch wie hoch darf der Luftdruck sein? Das entnehmen Sie am besten den Fahrzeugpapieren.

Kleiner Tipp: Nutzen Sie die Gelegenheit, die Laufflächen auf Fremdkörper zu überprüfen. Befinden sich Nägel oder Splitter im Reifen, beseitigen Sie die Eindringlinge vorsichtig mit der Zange.

Und wie steht es um die Profiltiefe? Ist das Profil bereits stark abgenutzt, lohnt sich ebenfalls ein Reifenwechsel.

❍ Schonend fahren:

Auch Ihr Fahrverhalten wirkt sich auf die Lebensdauer der Reifen aus. Wer langsam und umsichtig fährt, wiegt sich nicht nur auf der Straße in Sicherheit. Er riskiert auch noch weniger Verschleiß.

Achtung: Plötzliches Beschleunigen und Bremsen verstärkt den Abrieb.

❍ Umparken:

Parken schützt den Reifen? Nicht unbedingt, Wenigfahrer muten dem Gummi einiges zu. Fahren Sie Ihr Auto zu selten, baden es die Reifen aus. Der Grund: Das Gewicht verlagert sich auf eine Stelle. Ein Druck baut sich auf, der über kurz oder lang das Gummi beschädigt.

Besondere Vorsicht ist an Bordsteinkanten geboten. Parkt der Reifen direkt auf der Kante, reibt sich das Gummi schneller ab. Beugen Sie vor. Parken Sie Ihr Auto gelegentlich um und meiden Sie die Bordsteinkante. Große Distanzen sind nicht nötig. Schon wenige Meter entlasten das Fahrzeug.

❍ Reifenlagerung mit Köpfchen:

Reifen fühlen sich an dunklen, trockenen und kühlen Plätzen wie dem Keller oder der Garage am wohlsten – ob Sommer- oder Winterreifen. Sonnenlicht und Feuchtigkeit sind bei der Reifenlagerung tabu. Ansonsten wird das Gummi hart und rissig.

Gut zu wissen: Reifen ohne Felgen bewahren Sie am besten im Stehen oder Hängen auf. Reifen mit Felgen sind auch im Liegen gut aufgehoben.

❍ Augen auf beim Reifenkauf:

Neue Reifen sind in Topform? Nicht immer, selbst bei Neuware treten hin und wieder Verschleißspuren auf. Sogar in der Werkstatt verändern sich im Laufe der Zeit die Eigenschaften des Reifens. Das Gummi wird hart und spröde – daher Augen auf beim Reifenkauf. Das richtige Reifenalter spielt eine Schlüsselrolle.

Fassen Sie den Reifen an. Fühlt sich das Gummi weich und griffig an, wirkt der Reifen noch frisch und jung. Ist es hart und leicht rissig, nagt bereit der Zahn der Zeit an ihm.

Die goldene Regel beim Reifenkauf: Älter als fünf Jahre sollte der Reifen nicht sein.

Fazit: Reifen wechseln leicht gemacht

Wer zweimal pro Jahr die Reifen wechselt und regelmäßig die Außenmembran auf Fremdkörper überprüft, tut seinem PKW einen Gefallen. Genauso wichtig ist die richtige Lagerung. Kühl, trocken und dunkel mögen es Reifen am liebsten.

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