Hausbesichtigung richtig vorbereiten: Checkliste für einen erfolgreichen Hausverkauf

Möchten Sie ein Haus verkaufen, dann sollten Sie sich auf die Hausbesichtigungen richtig vorbereiten. Schließlich geht es hier für Sie und den Käufer um viel Geld.

Hausbesichtigung
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Sie haben ein Haus geerbt oder möchten vielleicht sogar Ihr eigenes Haus verkaufen? Dann liegt sehr viel Arbeit vor Ihnen. Sie müssen den Marktwert ermitteln lassen, Fotos machen, ein Exposee erstellen, die Immobilie in sämtlichen Medien bewerben, Verhandlungen mit möglichen Käufern führen, und, und, und. Wer sich hier, vor allem als Laie, keine professionelle Hilfe an die Hand holt, dem können die vielen Aufgaben schnell über den Kopf wachsen. Deshalb bieten Vermittler wie beispielsweise CITY Immobilienmakler auch Komplettpakete an. Das heißt, dass sie den gesamten Vermittlungsprozess übernehmen. Von der ersten Analyse der Immobilie bis hin zur Vertragsunterzeichnung und Übergabe der Immobilie.

Natürlich müssen Sie aber nicht alles von einem Immobilienmakler erledigen lassen. Vor allem die Besichtigungen sollten Sie als Verkäufer selbst übernehmen. Denn zum einen lernen Sie so mögliche Kaufinteressenten schon einmal persönlich kennen und können sich ein Bild von ihnen machen, und zum anderen können Sie sämtliche Fragen, die aufkommen könnten, direkt selbst beantworten. Das spart Ihnen und dem Immobilienmakler viel Zeit. Doch so eine Hausbesichtigung muss natürlich richtig vorbereitet werden. Schließlich zählt der erste Eindruck bei Kaufinteressenten. Hier deshalb eine Checkliste mit hilfreichen Tipps, wie Sie eine Hausbesichtigung möglichst verkaufsfördernd vorbereiten.

Checkliste für eine erfolgreiche Hausbesichtigung

Laut Statistik der Statista GmbH zum Thema “Umfrage zu Zukunftsplänen für Immobilien, Geldanlagen und Versicherungen 2019” hatten im Jahr 2019 rund 1,5 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung vor ein Haus zu bauen. 3,3 Prozent wollten hingegen ein Haus kaufen. Wie Sie sehen ist der Hauskauf somit viel gefragter. Bereiten Sie sich deshalb auf die Hausbesichtigungen richtig vor.

❍ Punkt 1 – Bringen Sie alles auf Vordermann:

Immobilien in einem perfekten Zustand verkaufen sich natürlich immer am besten. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Sie das Haus rundherum auf Vordermann bringen. Das bedeutet:

  • Entrümpeln Sie Haus und Hof.
  • Nehmen Sie Schönheitsreparaturen vor.
  • Räumen Sie alle Räume des Hauses, den Garten, Hof und Terrasse auf.
  • Reinigen Sie alles gründlich.
  • Richten Sie Haus, Hof und Co. schön her.
  • Entfernen Sie intime und private Gebrauchsgegenstände und Accessoires.

Versetzen Sie sich einfach immer in die Lage eines potenziellen Hauskäufers. Wenn Sie ein Grundstück betreten, worauf achten Sie zuerst? Sicherlich wird Ihr erster Blick zunächst einmal auf den Vorgarten bzw. den Garten allgemein, die Fassade und die Garage fallen. Achten Sie deshalb darauf, dass der Rasen gemäht und die Hecke geschnitten ist, die Blumenkästen der Jahreszeit entsprechend bepflanzt sind und von außen eben alles heile ist. So fühlt sich ein Kaufinteressent direkt beim Betreten Ihres Grundstückes wohl, was für Sie schon den ersten großen Pluspunkt bedeutet.

Im Haus sollte natürlich auch alles in einem einwandfreien Zustand sein. Räumen Sie auf, reinigen Sie die Räume noch einmal gründlich und dekorieren Sie sie schön. So bekommen potenzielle Käufer einen realen Eindruck davon, wie das Haus möbliert wirkt. Auch das ist ein weiterer Pluspunkt, denn leere Räume wecken keine Emotionen. Möbliert aber schon, denn das Haus wirkt so gleich viel gemütlicher.

» Tipp:
Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen und Ihr Haus so perfekt wie nur irgendwie möglich präsentieren möchten, dann empfiehlt es sich einen professionellen Home Stager zu engagieren. Dieser rückt Ihr Haus ins perfekte Licht, indem er Ihre Immobilie in Eigenregie in einen ansprechenden, repräsentativen Zustand versetzt. Laut der Deutschen Gesellschaft für Home Staging und Redesign® e.V. verkaufen sich Immobilien, die durch einen Home Stager hergerichtet wurden, im Durchschnitt 50 Prozent schneller! Es kann sich also durchaus lohnen dem Trend des “Home-Staging” aus den USA, England und Skandinavien zu folgen.

❍ Punkt 2 – Bereiten Sie sich richtig vor:

Hausbesichtigung Unterlagen
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Bereiten Sie sich auf das Gespräch mit einem möglichen Käufer gut vor. Dieser kann aus dem Exposé (das Sie übrigens sicherheitshalber für den Interessenten noch einmal dabei haben sollten) zwar schon vieles entnehmen, in der Regel kommen aber dennoch sehr viele Fragen auf. Manchmal kommen dabei natürlich auch eher unbequeme Fragen auf, die im Endeffekt auf Mängel des Hauses hinweisen. Wichtig ist hier, dass Sie offen und ehrlich antworten. So wirken Sie gleich viel vertrauenswürdiger. Bereiten Sie sich am besten von vornherein auf eventuelle Fragen wie diese vor:

  • Warum wollen Sie das Haus verkaufen?
  • Wie groß ist die Wohn- und Grundstücksfläche?
  • Wie sieht es mit der Höhe der Nebenkosten und den durchschnittlichen Heizkosten aus?
  • Wann fand die letzte Modernisierung des Hauses statt?
  • Wie steht es um die Bausubstanz des Hauses?
  • Wie sieht es mit der Energiebilanz aus?

Denken Sie immer daran: Was würden Sie als potenzieller Käufer alles erfragen? Halten Sie neben dem Exposé deshalb auch immer alle notwendigen Pläne, Urkunden und Belege bereit. Dazu zählen auch Unterlagen zu Rechten Dritter wie z.B. ein Wege- oder Wohnrecht.

❍ Punkt 3 – Das perfekte Timing:

Wenn es um die Terminvereinbarung mit einem Kaufinteressenten geht, dann legen Sie den Besichtigungstermin am besten von der Tageszeit her so, dass Ihr Haus im optimalen Licht erscheint. Besitzt es große Fenster wäre es natürlich direkt wieder ein Pluspunkt, wenn potenzielle Käufer sehen könnten, wie schön die Sonne durch diese hinein scheint und das Haus mit Licht durchflutet.

Idealerweise besichtigen Interessenten Ihre Immobilie auch in Einzelterminen. Das hat den Vorteil, dass Sie den bzw. die potenziellen Käufer direkt besser kennenlernen und auch gleich noch Informationen rund um ihre finanzielle Situation einholen können. Sollte es eine hohe Nachfrage an Besichtigungsterminen geben, dann empfiehlt es sich die Besichtigungen in kleinen Gruppen vorzunehmen.

❍ Punkt 4 – Unterlagen aushändigen:

Wenn Sie bei den potenziellen Käufern in Erinnerung bleiben möchten, dann händigen Sie nach der Besichtigung immer noch einmal eine Kopie:

  • des Exposés
  • des Grundrisses
  • der Dokumente zu Zustand und Alter der Elektrik
  • der Unterlagen zu Rechten Dritter
  • des Energieausweises

aus. Das hinterlässt zugleich auch einen positiven Eindruck. Und das wiederum ist natürlich ein weiterer Pluspunkt für Sie.

❍ Punkt 5 – Auf eine Zweitbesichtigung zustimmen:

Ist die Hausbesichtigung beendet, dann heißt es abwarten und Tee trinken. Denn jetzt liegt es an den Interessenten zu handeln. Geben Sie diesen auf jeden Fall auch die Chance Ihre Immobilie ein zweites Mal zu besichtigen. Und das selbst auch dann, wenn diese einen Immobiliengutachter zum Termin mitbringen möchten. Sicherlich ist das immer eine heikle Sache, denn dieser kann schließlich hier und dort Mängel entdecken, die dafür sorgen, dass der Interessent abspringt. Es kann aber auch sehr von Vorteil für Sie sein, wenn der Immobiliengutachter gar nichts findet. Das nimmt dem Kaufinteressenten schließlich die Angst vor unangenehmen Überraschungen.

Fazit:

Eine Hausbesichtigung zu planen und durchzuführen ist eigentlich gar nicht schwer. Sie müssen sich selbst und das Haus, das verkauft werden soll, nur richtig auf die Besichtigung vorbereiten. Ist dann letztendlich ein Käufer gefunden, liegt es an Ihnen den Verkaufspreis zu verhandeln. Lassen Sie sich bei einem entsprechenden Angebot auf jeden Fall Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Schließlich geht es hierbei um sehr viel Geld. Da sollte die Preisverhandlung wohl überlegt sein.

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